Leichtathletik-WM: IAAF will Rechte nicht verschenken

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Im Streit um die Übertragung der Wettkämpfe zur Leichtathletik-WM bleibt der Internationale Leichtathletikverband IAAF hart. IAAF-Chef Diegel will die Rechte nicht „verschenken“.

Eine schnelle Einigung im Streit um die Übertragungslizenzen für die Leichtathletik-WM für ARD und ZDF scheint in weiter Ferne. Helmut Digel, Council-Mitglied der IAAF sagte der Presseagentur AFP am Montag: „Wir sehen nicht ein, dass wir auf einem so herausragenden Markt wie Deutschland die Rechte verschenken sollen, während in anderen Ländern faire Preise bezahlt werden“. Laut Diegel konnte der IAAF in Ländern wie Frankreich, Großbritannien und Italien für die WM in Südkorea sogar leicht höhere Abschlüsse erzielt worden.  

Laut Diegel geht es bei der Vermarktung der TV-Rechte der IAAF keineswegs um eine Profitmaximierung: „Wir wissen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender Einsparungen von rund 20 Prozent tätigen müssen. Deshalb haben wir weit weniger als früher verlangt.“ Wie der stellvertretende IAAF-Generalsekretärs Nick Davies sagte, hätten der Rechtevermarkter IEC und die IAAF 25 Prozent Einbußen akzeptiert. Diegel mahnte zur Eile und kündigte die Unterstützung des Weltverbandes bei den Verhandlungen von ARD und ZDF mit dem Rechtevermarkter IEC an.

ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz zeigte sich über das neue Angebot erfreut: „Dass der Weltverband jetzt ein Zeichen setzt und an den Verhandlungstisch zurückkehren will, begrüße ich ausdrücklich“ Zudem wies er darauf hin, dass die Gespräche nicht von ARD und ZDF beendet worden seien, sagte er der dem Medienmagazin von Radio Berlin-Brandenburg.
 
Gruschwitz rät, abzuwarten: „Ich glaube, ARD und ZDF haben in der Vergangenheit klar gemacht, dass sie sich an gewisse Vorgaben halten müssen, sich am Markt orientieren müssen und jetzt werden die Gespräche zeigen, inwieweit man sich doch vielleicht mal annähern kann“, so der ZDF-Verantwortliche. ARD und ZDF hatten angekündigt, die Wettkämpfe der WM aus Südkorea in diesem Jahr nicht zu Übertragen. Als Grund für dieses Entscheidung gaben sie an, die Rechte für die TV-Übertragung seien zu teuer (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). [mw]

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8 Kommentare im Forum

  1. AW: Leichtathletik-WM: IAAF will Rechte nicht verschenken Verschenken? Die ÖR haben doch 6 Millionen Euro geboten.
  2. AW: Leichtathletik-WM: IAAF will Rechte nicht verschenken Nur weil andere Länder den Preiswucher mitmachen heißt es noch lange nicht das dei Preise "fair" sind
  3. AW: Leichtathletik-WM: IAAF will Rechte nicht verschenken Tja, dann gibts eben gar kein Geld... ARD und ZDF sollen hart bleiben. Sowas nennt sich Angebot und Nachfrage, in diesem Fall stimmt das Angebot nicht mit der Nachfrage überein. Auch bekannt als "freier Markt". Ich glaube nicht, dass Eurosport oder sonst jemand den geforderten Preis bieten wird.
  4. AW: Leichtathletik-WM: IAAF will Rechte nicht verschenken Wenn man nach Asien geht, um dort mehr Geld zu verdienen, muss man es ertragen, in Europa zumindest bei den Fernsehgeldern weniger einzusacken. Ist doch eigentlich ziemlich logisch!
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