Montreux-Konzert von Nina Simone heute als Free-TV-Premiere bei Arte

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© Courtesy of Mercury Studios
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Unglaublich talentiert, trotzdem diskriminiert: Zu Ehren von Soullegende Nina Simone zeigt Arte das seltene Konzert „Live at Montreux“ vom 3. Juli 1976.

Nina Simone wollte die erste schwarze Klassik-Pianistin der USA werden. Jedoch platzte der Traum mit Anfang 20 aufgrund rassistischer Diskriminierung. Allen Widrigkeiten zum Trotz erkämpfte sich die starke Frau ihren Platz auf der Bühne – so wurde Eunice Waymon zu Nina Simone, eine der größten Jazz- und Soullegenden der Welt. Ihr zu Ehren zeigt Arte am heutigen 3. September um 23.30 Uhr das Konzert „Live at Montreux“ vom 3. Juli 1976. Das Besondere: dieses Konzert ist einer ihrer seltenen kompletten Konzertmitschnitte der Sängerin.

Die junge Afro-Amerikanerin erfüllte alle Voraussetzungen für eine große Karriere in der klassischen Musik: Sie besaß Talent, hatte sich ihre Virtuosität hart erarbeitet und Unterricht bei renommierten Lehrern genommen, die ihr Können erkannten. Nur eines hatte sie nicht – helle Haut. Einzig und allein die herrschende Rassentrennung, soziale Herkunft und „falsche“ Hautfarbe verhinderten ihren Wunsch, klassische Pianistin zu werden – eine Blessur, die sie nie überwinden konnte. Es ist kein Zufall, dass Eunice Waymon sich für ihren Bühnennamen von der Schauspielerin Simone Signoret inspirieren ließ. Denn beide waren starke, engagierte und kämpferische Frauen. Hingegen ist der Vorname dem spanischen Niña – Mädchen – entlehnt und war der Spitzname, der ihr von einem Freund verliehen wurde.

Soullegende Nina Simone

Am 3. Juli 1976 gab sie ein mitreißendes Konzert im Casino de Montreux, welches Arte nun zeigt. Dabei fasziniert sie nicht nur mit ihrer Stimme, die sie auf eine Stufe mit ihren großen „Schwestern“ Sarah Vaughan, Billie Holiday und Ella Fitzgerald stellt, sondern auch als überragende Klavierspielerin. Zu ihren bekanntesten Songs zählen „I Put a Spell on You“, „Feeling Good“ und „My Baby just Cares for Me“.

Auf der Setlist stehen:

  • „Little Girl Blue“(aus ihrem Debütalbum von 1958) (Hart & Rodgers 1935)
  • „Backlash Blues“ (Langston Hughes / Nina Simone)
  • „Be My Husband“ (Nina Simone)
  • „I Wish I Knew“ (How It Would Feel To Be Free) (Billy Taylor)
  • „Stars“ (Janis Ian)
  • „Feelings“(Morris Albert)
  • „African Mailman“ (Improvisation)

Quelle: Arte

Bildquelle:

  • nina: Courtesy of Mercury Studios

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