„Narziss und Goldmund“: Heute Free-TV-Premiere

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Narziss und Goldmund
©ZDF/ Jürgen Olczyk
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Mit „Narziss und Goldmund“ hat Regisseur Stefan Ruzowitzky eines der bekanntesten Werke Hermann Hesses auf die Leinwand gebracht. Blutig, rauh, kalt und zugleich voll sündiger Lebensfreude. Zu sehen heute im ZDF.

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Bei diesem Film gilt: Je größer der TV-Bildschirm, desto besser. Die Literaturverfilmung des Hermann-Hesse-Klassikers „Narziß und Goldmund“ strotzt nur so vor atmosphärischen Aufnahmen, bunter Detailverliebtheit und fast greifbarer Sinnlichkeit.

Der österreichische Filmemacher und Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky lässt das Mittelalter bildgewaltig aufleben und schickt die zwei Helden auf ihre so gegensätzliche Selbstfindungsreise. Generationen von Gymnasiasten haben das im Unterricht interpretieren müssen. Das ZDF zeigt an diesem Mittwoch um 20.15 Uhr den Film, der im März 2020 seine Premiere in den Kinos gefeiert hat.

„Narziss und Goldmund“ heute 20.15 Uhr im ZDF

Narziss (Sabin Tambrea) und Goldmund (Jannis Niewöhner) könnten gegensätzlicher kaum sein. Und doch verbindet die beiden eine tiefe Freundschaft. Narziss will sein Leben als Mönch im Kloster verbringen und sich ganz in den Dienst Gottes stellen. Verzicht, Askese und geradezu verzweifelte Selbstgeißelung gehören für ihn dazu. Der um einige Jahre jüngere Goldmund ist für diese Art Leben nicht geschaffen. Es zieht ihn in die Welt hinaus. In ihrer Unterschiedlichkeit werden die Jungen beste Freunde und helfen einander.

Kraftvolle Bilder nehmen den Zuschauer mit auf die Sinnsuche Goldmunds, die in Rückblenden erzählt wird. Neben der Atmosphäre lebt der Film vor allem von seinen Hauptdarstellern. Während Sabin Tambrea den asketischen Mönch gibt, der seinen Körper mit strammer Geißelung züchtigt, streift Jannis Niehwöhner als Goldmund in Brad-Pitt-Manier durch das sündige Leben, zeigt bei jeder Gelegenheit seinen gestählten wie geschundenen Oberkörper, liebt und leidet. Trotz der teils harten Bilder schwingt eine große Leichtigkeit mit. Stefan Ruzowitzky erzählt „Narziss und Goldmund“ mit Augenzwinkern.

Bildquelle:

  • Narziss und Goldmund: ZDF
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