Neuer ARD-Krimi aus Thüringen feiert heute Premiere

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Neuer ARD-Thüringen-Krimi
© MDR/ARD Degeto/Steffen Junghans

Eine rätselhafte Mordserie rund um die schöne Wartburg beschäftigt ein neues Ermittlerteam – zu sehen ist das in einem neuen ARD-Donnerstags-Krimi, der in Thüringen spielt.

Mitten im schönen Thüringer Wald, unterhalb der Wartburg in Eisenach, steht ein Kühlschrank. Und nicht nur das: Es befindet sich auch noch eine Leiche darin – mit fehlendem linken Auge und zusammengefalteten Händen, als würde sie beten. Bei dem toten Mann handelt es sich um einen Richter am Oberlandesgericht Erfurt, der als gnadenloser Mensch beschrieben wird. Die Kriminalpsychologin Annett Schuster (Kristin Suckow) und der Fall-Analytiker Jan Kawig (Bernhard Conrad) vermuten daher Rache als Motiv für den Mord.

Conrad spielt hier einen gelernten Zimmermann mit Gefühlen und leisem Humor, der in der Kirche seine belegten Brote isst und als Fall-Analytiker versuche, ein Puzzleteil in die Luft zu werfen in der Hoffnung, dass sich dann am Boden „ein fertiges Bild“ ergeben möge. Für seine Rolle als Profiler in dem neuen ARD-Krimi hat der Schauspieler auf den Rat eines Top-Experten zurückgreifen können.

Neuer ARD-Krimi spielt in Thüringen

Er habe das Glück gehabt, den gerade in Rente gegangenen Leiter der Operativen Fallanalyse des Landeskriminalamtes Niedersachsen kennenzulernen, sagte der 41-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. „Eine bessere Vorbereitung konnte ich mir nicht wünschen. Somit gewann ich innerhalb kurzer Zeit ein fachspezifisches Wissen.“ Conrad stellt in dem Thüringen-Krimi „Tod am Rennsteig – Auge um Auge“ an diesem Donnerstag um 20.15 Uhr im Ersten einen Fall-Analytiker dar. Mit dabei als TV-Ermittlerin: Kristin Suckow.

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Der mehrfach ausgezeichnete Schauspieler („Kahlschlag“) hatte einen ganz bestimmten Vorsatz: „Einer meiner Gedanken in der Vorbereitung war es, mir selbst den Wunsch zu erfüllen, ein etwas anderer Kommissar zu werden als meine Fachkollegen von Montag bis Sonntag.“ Zumindest sei das Profiling in Deutschland noch nicht so prominent im Fernsehen Thema gewesen – „und das ist ja schon mal etwas Anderes“.

Lernen vom Meister

Die Fälle und Methoden von Profilern hätten „oft etwas Mystisches, und eben nichts Analytisches. Und wir Zuschauenden werden zum Staunen und Gruseln eingeladen“, so Conrad. „Die Mystik darf nur nicht im Vordergrund stehen, wie ich finde. Das lenkt schnell von der Handlung und vom Menschlichen der Figuren ab. Und der Lone-Wolf-Aspekt, stets gegen den Strom, fern der Norm, und trotzdem oder genau deswegen up to date unterwegs zu sein, zieht immer. Also alles Dinge, die den reellen Arbeitsprozessen tatsachenorientierter Analyse und penibler Kleinstarbeit der amerikanischen Profiler und unseren operativen Fall-Analytikern hier in Deutschland entgegenstehen.“

„Ich habe ein komödiantisches Talent, was leider zu wenig bekannt ist“, sagte der 41-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. „Komödiantische Ansätze im TV-Format rutschen im Gesamtüberblick leider oft in die Belanglosigkeit, daher entscheide ich mich bei Castings meistens für den ernsthaften Zugang zur Rolle.“

Bildquelle:

  • Tod am Rennsteig: Auge um Auge: ARD-Foto

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