Phoenix startet heute Themenreihe zu jüdischem Leben in Deutschland

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© Phoenix
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Bei Phoenix startet heute eine Reihe zu jüdischem Leben in Deutschland – und will damit nicht nur informieren: Es soll auch ein Zeichen gegen den wieder erstarkenden Antisemitismus gesetzt werden.

Seit mindestens 1700 Jahre leben Juden nachweislich in dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Darauf weist ein Dekret des römischen Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 hin, das es Juden erlaubte, in Ämter der Kurie und von Stadtverwaltungen berufen zu werden. Aus diesem Anlass haben Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und wichtige Institutionen 2021 zum Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ausgerufen. Ziel des Festjahres unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten ist es, mit Konzerten, Ausstellungen und diversen weiteren Veranstaltungen jüdisches Leben sichtbarer und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen.

Festakt in Köln

Den Auftakt dieses Festjahres bildet am heutigen Sonntag ein Festakt in der Kölner Synagoge. Redner des Festaktes sind Bundespräsident Frank Walter Steinmeier, der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, der Vizepräsident des Zentralrats der Juden und Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde Köln, Abraham Lehrer und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker wird das historische jüdische Viertel vorstellen, das zurzeit in der Kölner archäologischen Zone ausgegraben wird, dort entsteht das neue jüdische Museum in Köln. Phoenix überträgt den Festakt am Sonntag ab 16.30 Uhr live in einer Übernahme von der ARD.

Dokumentationen über jüdisches Leben in Deutschland

Im Vorfeld und im Anschluss an die Live-Übertragung zeigt phoenix ab 14.00 Uhr im Rahmen eines „phoenix history“-Schwerpunktes mehrere Dokumentationen über jüdische Kultur und jüdisches Leben in Deutschland, darunter auch solche Filme, die das Leid der Juden während der Nazi-Herrschaft thematisieren. Den Auftakt bildet die Dokumentation „Exodus? Eine Geschichte der Juden in Europa“, von Gero von Boehm, Peter Hartl und Susanne Utzt. Im Anschluss folgt die Dokumentation „Ein deutscher Held – Fredy Hirsch und die Kinder von Auschwitz“ von Winfried Laasch und Stefan Mausbach. Den Abschluss bildet der Film Von „Chuzpe und Schmonzes – Jüdischer Witz als Waffe der Wehrlosen?“ von Christoph Wittmann. Im Anschluss an den Festakt steht die phoenix-Dokumentation Die Akte Oppenheimer – Das dunkle Erbe antisemitischer Fake News (17.30 Uhr) von Ina Knobloch auf dem Programm.

Reportagereihe „7 aus 1700“

Die Dokumentationen und die Übertragung des Festaktes in Köln bilden für phoenix den Auftakt eines umfassenderen Schwerpunktes zum Thema „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Phoenix wird außerdem eine siebenteilige Reportage-Reihe mit dem Titel „7 aus 1700“ produzieren. Darin erzählen sieben jüdische Kinder unterschiedlichen Alters Geschichten aus dem jüdischen Leben in Deutschland. Die jeweilige Geschichte wird durch Illustrationen des namhaften Zeichners Matthias Lehmann als Graphic Novel bildlich in Szene gesetzt. Die einzelnen Folgen werden jeweils anlässlich eines jüdischen Feiertags das ganze Jahr über ausgestrahlt, die erste Folge zum Pessach am 27. März.

Umfangreiches Online-Dossier

Darüber hinaus findet sich auf pheonix.de ein umfangreiches Online-Dossier zum Thema. Das Dossier bietet eine Vielzahl an Hintergrundinformationen zum jüdischen Leben in Deutschland, einzigartige Zeitzeugengespräche, vertiefende Dokumentationen und zahlreiche weitere Programmschätze. Das Dossier wird das ganze Jahr über durch neue Inhalte ergänzt und aktualisiert.

Quelle: Phoenix

Bildquelle:

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