ProSiebenSat.1 zieht Ausstieg aus N24 in Betracht

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Bild: Destina - Fotolia.com
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München – Die Senderfamilie ProSiebenSat.1 könnte bald um ein Mitglied schrumpfen. Das Sorgenkind des TV-Konzerns ist der Nachrichtensender N24, der bisher offenbar nicht die gewünschten Ergebnisse bringt.

Auf Druck des neuen Eigentümers Haim Saban zieht die TV-Gruppe nun einen Rückzug aus dem Nachrichtensender in Erwägung, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Demnach habe der Sender bis Jahresende seine Ergebnissituation deutlich zu verbessern. Ansonsten drohen scharfe Einschnitte oder sogar der Teilausstieg von ProSiebenSat.1.
 
„Ich habe immer gesagt, dass auf Dauer alle unsere Sender schwarze Zahlen schreiben müssen“, zitiert die FTD Konzernchef Urs Rohner. Der Breakeven des Nachrichtensenders sei nach wie vor für 2005 geplant, von einem Ausstiegsbeschluss könne keine Rede sein. Aus Unternehmenskreisen will die FTD jedoch wissen, dass ein Teilausstieg durchaus zur Debatte steht. Kaufinteressent sei Rupert Murdochs Fox-Gruppe, die vor allem an den „potenziell lukrativen Sendekapazitäten“ interessiert sei. In diesem Fall würde ProSiebenSat.1 wohl einen Minderheitsanteil an N24 behalten.
 
N24 wurde im Jahr 2000 nicht nur als eigener Nachrichtenkanal sondern auch als konzerninterner News-Lieferant gegründet. Bei den Zuschauern konnte sich N24 jedoch nie wirklich durchsetzen. In der Konzernbilanz wirkte sich die schlechte Performance des Senders immer negativ aus. Zwar wurde N24 vom TV-Konzern immer von der besten Seite präsentiert, die Rentabilität des Senders hat sich aber laut FTD gegenüber dem Vorjahr sogar verschlechtert. (pte)[fp]

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