US-Gladiatorenserie „Spartacus“ startet auf ProSieben

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Bild: Destina - Fotolia.com
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In den USA war die Gladiatorenserie „Spartacus: Blood and Sand“ ein Hit. Auf ProSieben feiert die Produktion des US-Bezahlsenders Starz am heutigen Freitag (20. April) ihre deutsche Free-TV-Premiere: mit viel Blut, Sex, halbnackten und gut eingeölten Gladiatorenkörpern und natürlich wildem Rumgekloppe.

Eines darf in einer Serie wie „Spartacus“ keinesfalls fehlen: in Strömen fließendes Blut, berstende Knochen und allerlei scharfe Waffen, mit denen die Kontrahenten aufeinander losgehen. Die neue US-Serie auf dem Privatsender ProSieben enttäuscht in dieser Hinsicht keineswegs. Auch auf eine Menge nackter und um gut proportionierte Muskeln geschmiegte Haut sowie grelle Spezialeffekte können sich die Zuschauer freuen, denn „Spartacus: Blood and Sand“ hat von alledem mehr als genug.

Titelheld der US-Produktion ist der aus Thrakien stammende Gladiator Spartacus, der im ersten Jahrhunder vor Christus einen großen Sklavenaufstand gegen die Römer führte und damit in die Geschichte einging. Ursprünglich Verbündeter der Römer, wird Spartacus, gespielt vom 2011 an Krebs gestorbenem Schauspieler  Andy Whitfield, wegen Befehlsverweigerung zum Gefangenen. Zur Strafe für seine Weigerung soll er den Tod in der Arena finden.

Doch ihm gelingt der großer Coup: statt von seinen Gegnern getötet zu werden, besiegt er alle Vier und zieht somit das Interesse von Batiatus, dem Besitzer einer Gladiatorenschule, auf sich. Er kauft Spartacus als Sklaven. Damit ist sein Leben zwar fürs erste gerettet, doch fortan muss er als Gladiator regelmäßig in der Arena ums Überleben und um das Wiedersehen mit seiner geliebten Frau Sura (Erin Cummings) kämpfen.

Ursprünglich war die seit Januar 2010 beim amerikanischen Kabelsender Starz ausgestrahlte Serie erst ab 18 freigegeben. In Deutschland läuft sie seit Ende 2010 beim Bezahlsender RTL Crime. ProSieben sendet die erste Staffel des Gladiatoren-Spektakels von diesem Freitag (20.4.) an im frei empfangbaren Fernsehen, allerdings in einer stark entschärften Version. Fünf Wochen lang sollen nach Angaben von ProSieben jeweils freitags um 22.05 Uhr Doppelfolgen zu sehen sein. Die letzten drei Episoden der ersten Staffel folgen in der sechsten Woche in einem Dreierpack.

In den USA ist die zweite Staffel bereits gelaufen, eine dritte soll geplant sein. Der Australier Liam McIntyre hat Andy Whitfield nach dessen Tod in der Rolle des Spartacus ersetzt.

US-Kritiker bewerteten die Serie unterschiedlich. „Entertainment Weekly“ schrieb, „Spartacus“ mache das Beste aus der Kombination eines geringen Budgets und cleveren Spezialeffekten. Der „Hollywood Reporter“ urteilte allerdings, „bei einer derart dünnen Geschichte sei es kein Wunder, dass zu Sex und Gewalt gegriffen werde, um das Ganze aufzuhübschen“. Einzig John Hannah – bekannt aus „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ und „Die Mumie“ und bei Spartacus in einer Nebenrolle als Besitzer einer Gladiatorenschule zu sehen – halte das Niveau der Serie, schreibt die „Los Angeles Times“.

Gefilmt wurde in Neuseeland. Von der Schönheit der Landschaft ist aber aufgrund maßlos eingesetzter Computeranimation wenig zu sehen. Jeder Sonnenuntergang geschieht in grellem Lila, Rosa und Neongelb, über jede Kampfhandlung ist wirres Schneegestöber gelegt. Die Regisseure tragen dick auf: Dramatische Musik, halbnackte, stets gut eingeölte Gladiatorenkörper und strömendes Blut dominieren nahezu jede Szene. Kommt Spannung auf, wird Zeitlupe eingesetzt: Schläge ins Genick, sich aufbäumende Pferde, todbringende Schläge mit dem Schwert – alles extrem verlangsamt.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Spartacus und seiner Frau Sura rutscht in den Kitsch ab. Eigentlich wolle er doch nur Getreide anbauen, Ziegen züchten und mit ihr Kinder zeugen, sagt der Heerführer in einer stillen Stunde zu seiner Frau. Aber er habe nun mal sein Wort gegeben und müsse in den Krieg ziehen. Sura sieht daraufhin die weitere Handlung der Serie in einer Prophezeiung voraus: „Wenn du in den Krieg ziehst, wird Großes und Schreckliches dein Schicksal sein.“[Christina Horsten/fm]

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