Vox startet heute Experiment zu Fleischkonsum

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© obs/Deutsches Tierschutzbüro e.V.
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In der Reihe „GewissensBISSE? Das Fleischexperiment“ stellt Vox die Gewissensfrage. Werden die auserwählten Tierbabys am Ende geschlachtet?

Kann man ein Tier noch essen, wenn man es kennt? Laut des Statistischen Bundesamts isst jeder in Deutschland jährlich 78,8 Kilo Fleisch. Allerdings wollen die wenigsten bei ihrem Fleischkonsum daran erinnert werden, dass für ihre Mahlzeit ein Tier geschlachtet wurde. Wenn irgendwo im Hinterkopf der Gedanke an tote Tierbabys herumspukt, verdrängen ihn die meisten schnell. Denn das verdirbt einem ja den Appetit! Doch können passionierte Fleischesser ihre Meinung ändern, wenn sie sich selbst um ihren künftigen Bacon-Spender und Co. kümmern müssen? In der neuen Doku-Reihe „GewissensBISSE? Das Fleischexperiment“ ab 14. September um 20.15 Uhr will Vox das Experiment dazu wagen.

Kälber im Vorgarten

Fünf Familien nehmen an dem Experiment teil, darunter auch die prominenten Familien von Schauspieler Hardy Krüger Jr., Profi-Fußballer Dennis Diekmeier sowie von Musiker und Ausdauersportler Joey Kelly. Jedoch besteht ihre Aufgabe nicht einfach darin, über das Für und Wider einer Schlachtung zu diskutieren. Denn für das TV-Experiment bekommen die Familien jeweils zwei Tiere zugeteilt, die im eigenen Garten in eigens dafür angelegten Gehegen leben. Bei Familie Kelly ziehen zwei Kälber ein, zwei Lämmer bei Familie Krüger, zwei Ferkel bei Familie Diekmeier. Außerdem sind Familie Ripka aus Olfen sowie Familie Ehmann aus Duisburg dabei, die sich jeweils um zwei Hühner kümmern. Während des Experiments lernen sie mehr über die Eigenheiten, Sozialverhalten sowie Intelligenz der Tierart. Darüber hinaus erfahren die Familien, wie sich der starke Fleischkonsum auf die menschliche Gesundheit und auf die Umwelt auswirkt. Wie kann man sich als überzeugte Fleischesser für einen bewussteren Fleischkonsum entscheiden?

Über vier Wochen versorgen die Familie ihre Tiere und müssen sich am Ende des Vox-Experiments entscheiden. Lassen sie ihre bisherige Ernährung unverändert, werden ihre Tiere geschlachtet. Entscheiden sich die Familien allerdings dafür, ihren Fleischkonsum zu stoppen und sich vegetarisch zu ernähren, werden ihre Tiere bis an ihr natürliches Lebensende auf einem Gnadenhof leben. Die sehr persönliche Entscheidung trifft jede Familie am Ende für sich – und ändert ihr Leben vielleicht für immer.

Bildquelle:

  • ferkelmastbetrieb: obs/Deutsches Tierschutzbüro e.V.

2 Kommentare im Forum

  1. Was soll das Experiment beweisen? Dass wir empathiefähige Lebewesen sind und wir Schoßtiere nicht töten wollen? Toller Trick, dafür braucht es kein Experiment. Das ist so. cuy at DuckDuckGo Cuy heißen in Südamerika die Meerschweinchen und werden dort wie bei uns Hünchen gegessen. Bei uns werden sie als Schoßtiere gehalten und essen mag die eher keiner. Sowieso geht es bei der Mitleidsschiene doch nur um Empathieempfänger wie Lämmer und schnuckelige Schweinchen oder Kälber mit Kulleraugen. Was ist mit den Mäusen die auf dem Acker sterben, wenn die Felder für die vegetarische Kost bestellt werden? Ist deren Leben etwa weniger wert, als das einer Kuh? Oder die "Tierschützer", die gegen den Abschuss von Streunerkatzen sind. Was ist mit dem Leben der Tiere, die durch diese verwilderten Haustiere gefressen werden? Katzen sind Raubtiere. Aber eben auch Schoßtiere. Da läßt man lieber die unbekannten Singvögel von den Katzen ausrotten, ehe man Katzen ein Leid zufügt.
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