Finale eines Welterfolgs bei Prime, wilde Sexfantasien beim RBB – Streaming kompakt

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The Marvelous, Mrs. Maisel; © 2019 Amazon Inc.
© 2019 Amazon Inc.

Die Medatheken und Streamingdienste sind voll, inhaltlich gute Filme und Serien dennoch manchmal nicht leicht zu finden. Daher ein paar Streaming-Tipps für die nächste Zeit: Was sich jetzt zu streamen lohnt.

Schluss mit lustig: Seit 2018 bezaubert Rachel Brosnahan als Miriam „Midge“ Maisel die Zuschauer und Kritiker in der Dramaserie „The Marvelous Mrs. Maisel„. Unter anderem wurde das Format mit 20 Primetime-Emmys und drei Golden Globes belohnt. Nun ist bei Prime Video die fünfte und letzte Staffel der Erfolgsreihe erschienen, die von dem Aufstieg einer Frau in der Männerdomäne Stand-up-Comedy in den 1950er und 1960er Jahren handelt. Season fünf wirft in der Rahmenhandlung einen Blick in die Zukunft: Es ist 1981. Zwar kann Midge endlich auf eine großartige Bühnen-Karriere zurückblicken. Doch ihre Kinder haben sich von ihr entfremdet. Gibt es ein Happy End?

Dramatisches vom „Scrubs“-Star: Die talentierte Allison (Florence Pugh, „Midsommar„) sieht mit ihrem Verlobten Nathan (Chinaza Uche) einer rosigen Zukunft entgegen. Doch als sie einen Autounfall verursacht, bei dem Nathans Schwester und deren Mann sterben, ist nichts mehr, wie es war. Allisons Beziehung mit Nathan zerbricht, sie lässt sich gehen, wird tablettenabhängig. Bei einer Selbsthilfegruppe trifft sie ausgerechnet auf Nathans Vater Daniel (Morgan Freeman). Daniel war selbst alkoholsüchtig – und spendet Allison Trost. Kann sie durch ihn zurück ins Leben finden? Das Drama „A Good Person“ des „Scrubs“-Hauptdarstellers und „Garden State“-Regisseur Zach Braff läuft ab 29. April bei Sky. Das Skript schrieb Braff während des Corona-Lockdowns seiner damaligen Partnerin Florence Pugh auf den Leib – und verarbeitete dabei den Verlust mehrerer Angehöriger und eines engen Freundes. Hier schon einmal ein Trailer:

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Fuck Berlin

Wie es die Hauptstadt treibt: Beim RBB ist der Sommer in Berlin so heiß wie noch nie. Neun Szenegängerinnen erzählen in der dokumentarischen Miniserie „F*ck Berlin“ von Erlebnissen und Gefühlen im Nachtleben und ihrer sexuellen Emanzipation. Diese Frauen lieben mehrere Menschen gleichzeitig, lassen sich fesseln oder peitschen andere. Sie erleben wilde Fantasien oder tanzen zum ersten Mal fast nackt. „F*ck Berlin“ von Marie Villetelle ist eine intime Entdeckungsreise mit weiblichem Blick auf das Thema Sex. Vier halbstündige Folgen sind jetzt in der RBB-Mediathek abrufbar.

So richtig deutsch: Er ist der Inbegriff des „Alman“, des spießigen Deutschen, noch dazu in Lehrergestalt: Als Frank Stimpel kämpft Phil Laude in einer Brennpunktschule um Anerkennung als Pädagoge. Wenige Wochen Bewährungszeit hat Stimpel noch, dann droht die Prüfung, an der seine Zukunft als Lehrer hängt. Aber bei allem guten Willen mit Robotik-AG, Klassenfahrt und Schulbasar – Stimpels Vorstellungen von Vorbereitung aufs Leben haben so gar nichts mit den Bedürfnissen und Wertmaßstäben seiner Schülerinnen und Schüler zu tun. Gut ist, dass Stimpel keinerlei Scheu davor hat, uncool rüberzukommen. Schlecht ist, dass er nicht merkt, wo er seinen Vorurteilen aufsitzt. Schnell, respektlos und sehr lustig erzählt die SWR-Comedyserie „Almania“ vom Zusammenstoß von Stimpels Welt mit den Problemen der Teenager an einer großstädtischen Gemeinschaftsschule. Acht neue Folgen à 30 Minuten stehen ab 21. April in der ARD-Mediathek. Youtube-Star Phil Laude war Gründungsmitglied des preisgekrönten Comedytrios Y-Titty.

Turnier auf Leben und Tod: Wir verfolgen das Leben der 15-jährigen Kunstturnerin Martina. Bei einem renommierten Wettkampf misst sie sich gemeinsam mit der italienischen Mannschaft eine Woche lang in der kargen und verschneiten Landschaft der Abruzzen mit anderen europäischen Teams. Ihre größte Konkurrenz: die Rumäninnen und deren Star Angelica. Martina und ihre Mannschaft gehen dabei bis an ihre körperlichen und psychischen Grenzen – und darüber hinaus. Bis der Druck dann zu groß wird und ein Mord geschieht. „The Gymnasts“ ist ein Mix von Coming-of-Age-Serie und Thriller – in der ZDF-Mediathek.

Doku von 2019 sagte ChatGPT und Co. voraus

Was kann KI? Die Debatte um ChatGPT und die Rolle Künstlicher Intelligenz (KI) wird immer lauter. Deswegen zeigt die Arte-Mediathek ab 23. April erneut den Dokumentarfilm „iHuman“ von Tonje Hessen Schei. Das Mastermind hinter der ChatGPT-Technologie ist Ilya Sutskever, Mitgründer von OpenAI. In „iHuman“ (2019) steht er als einer der Experten im Mittelpunkt. Der Film folgt Ilya Sutskever und weiteren KI-Experten bei der Entwicklung der brisanten Technologie. „Was sich bei der Erstausstrahlung des Films 2020 auf Arte noch wie Science-Fiction anfühlte, ist jetzt schon Realität“, so der Kultursender. Der Film begibt sich auf die Spur der KI-Entwickler, ihrer Denkweise und ihrer Philosophie, ihrer Befürchtungen, aber auch der Hoffnungen, dass KI uns helfen werde, Probleme der Welt zu lösen.

B. trifft: In der Talk-Reihe „Bestbesetzung“ von MagentaTV trifft Johannes B. Kerner jetzt auf Kurt Krömer. Mit ihm spricht Kerner über dessen Rolle als Vater von vier Kindern. Dabei erinnert sich der Komiker und Schauspieler auch an seine eigene Kindheit. Außerdem lässt der mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis ausgezeichnete Berliner die Anfänge seiner Karriere Revue passieren. Und nicht zuletzt ist auch Krömers Depression, die er in seinem Buch „Du darfst nicht alles glauben, was du denkst“ öffentlich gemacht hat, Thema. Die neue Folge „Bestbesetzung“ startet am 27. April.

Bildquelle:

  • mrsmaisel: 2019 Amazon Inc.

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