AGF: Probleme bei der Reichweitenmessung vom Pay-TV

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Bei der AGF ist es in der Vergangenheit zu Problemen bei der Erfassung bezahlpflichtiger TV-Kanäle gekommen. So wurden die Quoten des Pay-TV-Anbieters Sky als zu gering ausgewiesen.

Für die AGF, die neu aufgestellt ins neue Jahr startet und neben linearen Programmen nun auch Onlinedienste in ihre Reichweitenmessung aufnimmt, stellt sich das Pay-TV als problematisch dar. So wurden in der Vergangenheit beim Bezahlfernsehen falsche Reichweiten ausgewiesen, für Sky Deutschland sollen die Nutzungsdaten 2016 16 Prozent niedriger ausgefallen sein als ursprünglich angegeben wurde, kommunizierte die AGF Videoforschung am Donnerstag dem AGF-Anwenderkreis in einer Mitteilung.

Die falsche Reichweitenmessung soll durch eine ungeeignete Zuordnungsregel zum Pay-TV-Segment verursacht worden sein. Inzwischen wurde die Regel geändert, um derartige Abweichungen in Zukunft zu umgehen. „Wir wissen aus unseren eigenen Messungen, dass eine vollständigrealitätsgetreue Abbildung von Sky noch deutlich höhere Abweichungenzeigen würde“, führt Marcello Maggioni, Chief Commercial Officer undMitglied der Geschäftsleitung Sky Deutschland, aus.
 
Auf potentielle Fehler in der Quoten-Erfassung beim Bezahlfernsehen hatte Sky schon länger hingewiesen. So konnten in den Messungen der AGF die wachsenden Abonnentenzahlen des Bezahlsenders nicht aufgezeigt werden. Sky hatte auf den entstandenen Widerspruch im vergangenen Jahr mit einer eigenen Quotenmessung per Rückkanal reagiert. „Eine Abweichung von durchschnittlich 16 Prozent verdeutlicht einmalmehr, dass das Messverfahren der AGF an seine Grenzen stößt“, erklärteMartin Michel, Geschäftsführer Sky Media. „Das System ist eines derqualifiziertesten weltweit, muss jedoch zukunftsfähig aufgestelltwerden, um den veränderten Herausforderungen eines digitalen Marktesgerecht zu werden.“[kw]

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19 Kommentare im Forum

  1. Gerade bei Pay-TV und anderen Programmen mit geringem Marktanteil wäre eine zweite Kommastelle bei der Angabe der Quote nützlich.
  2. Dafür ist die Stichprobe viel zu klein – schon die erste Nachkommastelle dürfte mehr Voodoo als Wissenschaft sein.
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