DVB-T2: Steigender Receiver-Absatz im Januar

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Ende März findet im digital-terrestrischen Fernsehen der Umstieg auf DVB-T2 statt. Auch bei den Verbrauchern wird der Wechsel immer stärker wahrgenommen, wie die stark steigende Zahl an verkauften Receivern im Januar beweist.

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Mit dem Wechsel auf DVB-T2 kommt es ab 29. März im Antennenfernsehen zu einem Bruch: Nicht nur wird nun auch terrestrisch HD-Fernsehen möglich, auch wird der alte Standard DVB-T abgeschaltet und vielen Zuschauern droht daher ein schwarzer Bildschirm. Denn die alten Empfangsgeräte können den neuen Standard nicht empfangen. Allerdings scheinen nun auch die Verbraucher dieses Problem erkannt zu haben, worauf der im Januar stark gestiegene Verkauf von DVB-T2-Set-Top-Boxen schließen lässt.

Im Vergleich zum Dezember, als 79.000 Geräte abgesetzt wurden, verdoppelte sich die Zahl der Verkäufe laut GfK Retail & Technology auf 165.000 Receiver. Wobei der größte Teil der Set-Top-Boxen, nämlich 81 Prozent, mit dem „DVB-T2 HD“-Logo ausgestattet waren und somit für den Empfang des kostenfreien öffentlich-rechtlichen als auch des als Freenet TV vermarkteten verschlüsselten privaten Fernsehens möglich machen.
 
Die steigenden Verkäufe wertet Carine Chardon, Geschäftsführerin der Deutschen TV-Plattform, als „positive Entwicklungen. Die Kunden bevorzugen zunehmend Geräte, die alle Sender – öffentlich-rechtliche und private Programme –  empfangen können.“ Zugleich sieht Chardon aber noch Potential nach oben und sieht „eine gute Chance für den Handel, zusätzliche Umsätze zu generieren.“
 
Ob die Zuschauer tatsächlich für die kostenpflichtigen HD-Sender der Privaten zahlen werden, ist jedoch fraglich. Einer Umfrage von Kantar Emnid zufolge lehnt fast die Hälfte der Verbraucher Zusatzkosten für HD-Inhalte ab. Für Freenet TV wird eine jährliche Gebühr von 69 Euro fällig. [buhl]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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66 Kommentare im Forum

  1. Da sind die Fake-Einkäufer aus den eigenen Reihen aber so richtig beschäftigt. Alle Achtung.
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