Einnahmen aus Rundfunkbeitrag 2020 weiter gestiegen

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Der Rundfunkbeitrag soll erhöht werden.
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Die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag in Deutschland sind im Corona-Jahr 2020 noch einmal um gut 40 Millionen Euro gestiegen.

Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag gingen damit um 0,5 Prozent auf insgesamt 8,11 Milliarden Euro in die Höhe, wie der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio am Dienstag in Köln mitteilte. 2019 waren es 8,07 Milliarden Euro gewesen. Seit 2017 (7,97 Milliarden) steigen die Erträge leicht.

Der Rundfunkbeitrag wird pro Haushalt erhoben, auch Firmen zahlen. Es gibt zugleich Ausnahmeregelungen. Die Beitragshöhe pro Haushalt liegt bei monatlich 17,50 Euro. Der Beitrag ist die Haupteinnahmequelle für ARD, ZDF und Deutschlandradio. Die Bundesländer legen die Höhe per Staatsvertrag fest.

Beim Bundesverfassungsgericht liegen derzeit Klagen der öffentlich-rechtlichen Sender zum Rundfunkbeitrag, weil die Beitragshöhe – anders als von den meisten Ländern gewollt – durch eine Blockade Sachsen-Anhalts nicht zum 1. Januar auf 18,36 Euro stieg (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).

Bei der Zahl der Bürger, die vom Rundfunkbeitrag wegen ihrer finanziellen Lage befreit sind, gab es zumindest 2020 keine Effekte. Die Zahl lag zum Jahresende bei knapp 2,6 Millionen Bürgern und damit um rund 2,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Rund zwei Drittel der Befreiten beziehen den Angaben zufolge Hartz IV.

Dass es keine Auswirkungen auf die Befreiungen in der Corona-Krise 2020 gab, erklärt sich der Beitragsservice auch so: Verliere man seinen Job, beziehe man in der Regel zunächst Arbeitslosengeld I und habe damit noch keinen Anspruch auf eine Befreiung vom Rundfunkbeitrag. Der Beitragsservice rechnet zugleich damit, dass die Zahl der Hartz-IV-Empfänger ab dem Jahr 2021 steigen wird.

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