Kritik aus dem ZDF an eingestelltem Verfahren zu Angriff auf TV-Team

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Gericht, Prozess Klage © Andrey Popov - stock.adobe.com
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Aus dem ZDF gibt es Kritik an der Einstellung eines Gerichtsverfahrens zu einem Angriff auf ein Team des öffentlich-rechtlichen Senders.

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Die Redaktionsleiterin des ZDF-Politmagazins „frontal“, Ilka Brecht, sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: „Die Entscheidung des Gerichts ist ein fatales Signal, weil sich Feinde der Pressefreiheit bestärkt fühlen können in ihren Angriffen auf Reporterinnen und Reporter.“ Auch der Deutsche Journalisten-Verband in Sachsen hatte die Verfahrenseinstellung kritisiert.

Nicht verwechseln mit Angriff auf Team der ZDF-„heute-Show“

Angeklagt waren zwei Rechtsextremisten aus Berlin und Halle, die im Juni 2020 am Rande eines Prozesses am Berliner Landgericht das ZDF-Team bedrängt und beleidigt haben sollten. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin hat das Amtsgericht Tiergarten das Verfahren am 16. Januar jedoch mit Blick auf andere Verurteilungen eingestellt. Die zu erwartende Strafe im aktuellen Fall wäre dabei „nicht beträchtlich ins Gewicht“ gefallen.

Hinweis: DIGITAL FERNSEHEN berichtete im Mai 2020 über einen sehr ähnlichen Fall und einen einseitigen Verdacht der Polizei, bei dem es erst kürzlich zu einer Anklage kam. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um ein und die selbe Tat.

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