MDR-Intendantenwahl: „Ostalgie-Gehampel“ soll beendet werden

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Einen Tag vor der Wahl des neuen MDR-Intendanten hat Thüringens CDU-Fraktionschef und Rundfunkrats-Mitglied Mike Mohring von der künftigen Führung eine komplette Neuausrichtung des Senders gefordert. Das „Ostalgie-Gehampel“ solle endlich beendet werden.

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„Das ganze Ostalgie-Gehampel ist nicht mehr zum Anschauen und entspricht schon längst nicht mehr dem mehrheitlichen Denken der von der Drei-Länder-Anstalt versorgten Bürger“, sagte Mohring der „Leipziger Volkszeitung“ (Samstag). Nur eine Minderheit fühle sich 22 Jahre nach der Einheit in erster Linie als Ostdeutsche, die Mehrheit hingegen als Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer.

Empört äußerte sich der CDU-Politiker über die Entwicklung des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) unter dem scheidenden Intendanten Udo Reiter. Unter Reiter habe sich eine Struktur von Medien- und Tochterunternehmen entwickelt, die sich der Kontrolle der Aufsichtsgremien entzogen habe. Im Ergebnis sei es zu Skandalen wie den ungeklärten Geldbeschaffungen des früheren MDR-Unterhaltungschefs Udo Foht oder dem Auftritt von Mitgliedern des MDR-Fernsehballetts vor dem tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow gekommen.
 
Als Nachfolger Reiters hätte er einen externen Kandidaten vorgezogen, sagte der CDU-Politiker. Einzige Kandidatin bei der Intendantenwahl an diesem Sonntag ist die juristische MDR-Direktorin Karola Wille. Die bisherige Vertreterin Reiters benötigt eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Beim ersten Anlauf der Intendantenwahl Ende September war der damalige Kandidat, Chefredakteur Bernd Hilder von der „Leipziger Volkszeitung“, im Rundfunkrat durchgefallen. [dpa/rh]

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90 Kommentare im Forum

  1. AW: MDR-Intendantenwahl: "Ostalgie-Gehampel" soll beendet werden Dann werden die Einschaltquoten aber enorm sinken!
  2. AW: MDR-Intendantenwahl: "Ostalgie-Gehampel" soll beendet werden Ausserdem haben sich die Politiker da aus der Programmgestaltung strickt rauszuhalten!
  3. AW: MDR-Intendantenwahl: "Ostalgie-Gehampel" soll beendet werden Der MDR ist der einzige wahre ostdeutsche Sender,RBB und NDR kann man nicht zählen.Der MDR muß auch weiterhin das "gelebte Leben" im untergegangenen deutschen Staat wiederspiegeln.
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