Erstmal aufatmen: Netflix verschiebt Gebühr für Account-Sharing, lässt aber vieles unklar

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Bild: © Netflix
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Neuigkeiten in puncto Account Sharing: Netflix-Nutzer, die ihr Konto bei dem Streamingdienst mit Freunden in anderen Haushalten teilen, bekommen eine Galgenfrist.

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Anlässlich der Präsentation der Quartalszahlen, bei der auch die Demission von Netflix-Gründer Reed Hastings verkündet wurde, erwähnte der Streamingdienst-Gigant nebenbei auch die von langer Hand angekündigte Account-Sharing-Gebühr. Diese soll nun doch erst später eingeführt werden.

Wann kommt die Netflix-Gebühr für Account-Sharing?

Obwohl Netflix das Thema nun im Rahmen der finanziellen Bilanz des letzten Quartals angerissen hat, bleibt trotzdem einiges im Unklaren – insbesondere in Bezug auf Deutschland. Eine unmittelbare Einführung der Gebühr, wie zunächst befürchtet, ist aber nicht mehr zu erwarten. Neu-CEO Greg Peters sprach lediglich davon, dass sie „in den kommenden Quartalen“ in den verschiedenen Regionen eingeführt werde. Eine erste Welle käme demnach bereits im Laufe des ersten Quartals „in den Genuss“. Das heißt, zwischen Februar und Dezember ist im Grunde jeder Zeitpunkt als möglicher Launchtermin denkbar. Den Januar sollten Nutzer, die vom Account-Sharing Gebrauch machen, aber immerhin überstehen. Das war Ende 2022 noch anders erwartet worden.

Was kostet der Spaß?

Denn Netflix rechnet auch damit, dass die Gebühr sie Nutzer kosten wird. Daher will man die offiziell angemeldeten „Mitnutzer“ nach eigenen Aussagen als eigenständige Abos zählen. Die Account-Sharing-Gebühr soll möglichst ohne allzu große Nebengeräusche anlaufen. Nach übereinstimmenden Berichten könnte sie dann auch günstiger als das Abo mit Werbung seien (in Deutschland 5 Euro). Netflix selbst geht davon, dass sich aktuell eine Dunkelziffer von 100 Millionen Haushalten per Account-Sharing Zugriff zu seinem Katalog verschafft. Derart signifikante Zahlen versprechen natürlich gehörige Zusatzeinnahmen bei Einführung der Gebühr, basierend auf der Annahme, dass mehr Nutzer sich bereit erklären, zu bezahlen als zu kündigen.

In diesen Regionen gibt es die Gebühr bereits

Große Teile Lateinamerikas befinden sich derweil bereits unter der Geißel der Gebühr. Die Rede ist hier also von einer Einführung in den relevanteren Märkten für Netflix. Sehr wahrscheinlich wurden Süd- und Mittelamerika als Testmärkte auserkoren, um die Resonanz auf die Account-Sharing-Gebühr zu testen. Zahlen nannte der Streaming-Gigant hierzu jedoch nicht.

Bildquelle:

  • Netflix-Tablet: © Netflix
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36 Kommentare im Forum

  1. Das wird das selbe wie DAZN die Emails verschickt mit teile nicht deine Account Daten. Angsthasen werden dann reagieren. Was anderes können die nicht machen!
  2. Aufatmen? Ein UHD Stream zu buchbar für 3 Euro im Monat wäre für mich eindeutig günstiger als ein UHD Vollabo.
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