Piratensender BeoutQ: Al Jazeera enthüllt Sendersitz

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Al Jazeera hat im Rahmen einer investigativen Reportage-Reihe den Sitz von BeoutQ in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ausgemacht. Der Piratensender überträgt illegal Live-Sportereignisse.

Der katarische Nachrichtensender Al Jazeera hat in seinem Investigativ-Format „What lies beneath“ Enthüllungen rund um den Piratensender BeoutQ veröffentlicht. Darin soll laut „Broadband TV News“ belegt worden sein, dass das Signal vom ebenfalls katarischen Anbieter beIN Sports geklaut worden, sowie dass die Verbreitung aus Saudi-Arabien erfolgt sein soll.

Teil der Kontroverse um BeoutQ ist auch die politisch sehr angespannte Situation auf der arabischen Halbinsel. Nicht nur, dass Saudi-Arabien sich mit jemenitischen Rebellen bekriegt, auch das Emirat Katar, in dem 2022 die Fußball-WM stattfindet, wird von seinen Nachbarstaaten mittels eines Embargos isoliert.

Teil der Geschichte ist auch, dass dadurch die Verbreitung der katarischen TV-Sender Al Jazeera und das zur gleichen Gesellschaft gehörende beIN Sports im arabischen Raum nicht mehr gestattet wurde. So griff man anscheinend auf saudischer Seite zu dem Hilfsmittel, einen Piratensender einzusetzen.

Das wiederum ruft die versammelte Riege der Rechte-Inhaber an Sport-Großereignissen auf den Plan, die beinahe allesamt teure Deals mit beIN Sports vereinbart haben und zuletzt mehrmals lautstark in Richtung Saudi-Arabien appellierten, die Piraterie zu unterlassen.

Einzig die Zugehörigkeit von Al Jazeera und beIN Sports lässt letzte Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Reportage zu. Jedoch haben auch unabhängige, von den großen Sportverbänden in Europa beauftragte Prüfer jüngst einen saudi-arabischen Sat-TV-Anbieter als Quelle der Verbreitung von BeoutQ ausgemacht (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).

Diese Angaben decken sich mit dem nun veröffentlichten Investigativ-Bericht von Al Jazeera. [bey]

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3 Kommentare im Forum

  1. Alle Sportler der betroffenen Länder sollte man für immer Weltweit für alle Sportereignisse sperren und keine Deals mehr aushandeln, egal um wieviel Kohle es geht! Eine Möglichkeit dies zu stoppen!
  2. Die Sportler aus Saudi Arabien sind doch scheiße, das würde nicht viel bringen.
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