ProSiebenSat.1: Digitalsparte bleibt Wachstumstreiber

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Das zweite Quartal 2016 sieht sich ProSiebenSat.1 weiter auf Wachstumskurs. Dabei konnte die Mediengruppe besonders die Erlöse abseits des Werbegeschäfts, das weiterhin eine zentrale Rolle spielt, steigern.

Das Jahr 2016 bleibt für die seit März Dax-notierte ProSiebenSat.1 Media SE weiterhin profitabel. Auch wenn das zweite Quartal leicht hinter dem Ergebnis des ersten Jahresviertels zurückblieb, konnte die Mediengruppe doch einen Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr von 15 Prozent auf nun 886 Millionen Euro vermelden. Auch das recurring EBITDA, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, stieg um 7 Prozent leicht an und kam auf 254 Millionen Euro.

Ein besseres Ergebnis verhinderte dabei auch die Fußball-Europameisterschaft, die den Marktanteil im Juni auf 25 Prozent drückte und somit für geringere Werbeeinnahmen sorgte. Dadurch stiegen die Einnahmen in diesem Segment nur um 1 Prozent auf 541 Millionen Euro. Da trifft es sich aus Sicht der Unterföhringer gut, das der Konzern wieder ein Stück unabhängiger vom TV-Werbegeschäft geworden ist: Die Erlöse kommen im letzten Quartal zu 44 Prozent aus den anderen Bereichen, bis 2018 soll der Wert sogar bei 50 Prozent liegen.
 
Das größte Wachstum konnten dabei wieder die Digitalsparte sowie das Segment Content Production & Global Sales verzeichnen. Während im Bereich Digital & Adjacent sowohl Umsatz (um 43 Prozent auf 263 Millionen Euro) als auch EBITDA (um 15 Prozent auf 43 Millionen) zweistellig wuchsen, kann auch Red Arrow mit deutlichen Anstiegen aufwarten: 77 Millionen Euro Umsatz bedeuten ein Plus von 42 Prozent zum Vorjahr.
 
Positiv aus Sicht von ProSiebenSat.1 ist auch: Immer mehr Menschen sind bereit, für die kostenpflichtigen HD-Abos der Gruppe zu zahlen. Zum 30. Juni zählte ProSiebenSat.1 insgesamt 6,7 Millionen HD-Abonnenten, was genau einer Million mehr entspricht als 2015. Das Ziel bis 2018 sind 9 Millionen Abonnenten. Für den Rest des Jahres 2016 blickt der Konzern optimistisch voraus. Trotz des Brexit bleibt die Zielerwartung bei einem Umsatzanstieg von über 10 Prozent.
 
„Die Prognosen für den Arbeitsmarkt sind weiterhin positiv, das Konsumentenvertrauen ist nach wie vor stark. Zudem profitieren wir davon, dass wir unsere Gruppe in den vergangenen Jahren über eine erfolgreiche Diversifikations-und M&A-Strategie konsequent ausgebaut haben. Das zahlt sich zunehmend aus“, so Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media SE. [buhl]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

1 Kommentare im Forum

  1. Die finanzielle Verbesserung könnte noch besser sein, wenn P7S1 ihr Pay TV Paket Sieben Plus über Satellit anbieten würde. Die bei P7S1 könnten mit ihren Pay TV Sendern Kabel 1 CLASSICS, Pro7 Fun und Sat.1 Emotion und das ganz in HD noch mehr Gewinn machen. Wenn P7S1 dann noch anderen Pay TV Sendern die bisher keine Möglichkeit hatten über Satellit zu senden, einen Zugang zum Sieben Plus ermöglichen würden, dann könnte das noch viel besser aussehen. Aber wo kein Wille da auch kein Weg.
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