So viel verdienen die ARD-Intendanten aktuell

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© WDR/Herby Sachs
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Seit mehreren Jahren sind die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten dazu verpflichtet, die Gehälter und Bezüge ihrer Topverdiener öffentlich zu machen. Die Intendanten der einzelnen Sender schneiden dabei am besten ab – Allerdings hatte die Finanzkommission KEF noch Anfang des Jahres die Gehälter als zu hoch eingestuft.

Was die Intendanten, Direktoren und Programmbereichsleiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verdienen, ist seit einigen Jahren kein Geheimnis mehr – sie sind dazu verpflichtet, ihre Gehälter offenzulegen. Das betrifft sowohl tariflich und außertariflich beschäftigte Mitarbeiter. Nun veröffentlichte die ARD ihre Zahlen für 2019: Dieser Liste zufolge liegt der WDR-Intendant und derzeitige ARD-Vorsitzende Tom Buhrow mit jährlichen Bezügen von 395.000 Euro an der Spitze der Topverdiener in den Öffentlich-rechtlichen – drei Jahre zuvor waren es noch 4.000 Euro mehr. Für die Finanzkommission KEF sind aber auch diese Gehälter noch zu hoch.

In weiterer Abstufung werden der BR-Intendant Ulrich Wilhelm mit 388.000 Euro, der mittlerweile pensionierte NDR-Intendant Lutz Marmor mit 365.000 Euro und der SWR-Intendant Kai Gniffke mit 343.000 Euro genannt. Mit einem gewaltigen Plus kommt der HR-Intendant Manfred Krupp auf 286.000 Euro, das sind 11.000 Euro mehr als noch 2016. Des Weiteren beträgt das Jahreseinkommen der MDR-Intendantin Karola Wille rund 275.000 und das der Radio-Bremen-Intendantin Yvette Gerner 270.000 Euro. Am Ende der hochrangigen Nahrungskette befinden sich die RBB-Intendantin Patricia Schlesinger mit 261.000 Euro pro Jahr und SR-Intendant Thomas Kleist mit 245.000 Euro.

Die Vergütungsordnung der Mitarbeiter basiert laut der ARD auf den mit Gewerkschaften geschlossenen Tarifverträgen. Welcher Vergütungsgruppe die Beschäftigten zugeordnet werden, ist abhängig von der ausgeübten Tätigkeit und davon, wie anspruchsvoll, komplex und verantwortungsvoll die jeweiligen Aufgaben sind. Zusätzlich wirkt sich noch die jeweilige Berufserfahrung auf die Einteilung aus. Erst im Februar dieses Jahres hatte die Finanzkommission KEF das Vergütungsniveau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als zu hoch eingestuft: Die Gehälter würden im Vergleich zum öffentlichen Dienst erhöht ausfallen und leicht über dem Durchschnitt der kommerziellen Medienwirtschaft liegen. KEF sehe allerdings keine Rechtfertigung für diesen Gehaltsvorsprung, weshalb sie den Personalaufwand der ARD von 2021 bis 2024 um 60,3 Millionen Euro kürzen will. Da die Finanzkommission für die kommenden vier Jahre jedoch einen ungedeckten Finanzbedarf der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Höhe von 1.525,4 Millionen Euro festgestellt hat, empfiehlt sie daher ab Januar 2021 eine Anhebung des monatlichen Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro um 86 Cent auf 18,36 Euro.

Bildquelle:

  • Tom_Buhrow: © WDR/Herby Sachs

59 Kommentare im Forum

  1. Das riecht nach einem Zweitjob. Am Ende der hochrangigen Nahrungskette befinden sich die RBB-Intendantin Patricia Schlesinger mit 261.000 Euro pro Jahr und SR-Intendant Thomas Kleist mit 245.000 Euro.
  2. Die arme rbb Tante verdient Zuwenig och wie schlimm ist das denn. Sind ja immerhin auch 20.416 Euro im Monat für nichts machend am Schreibtisch zu sitzen .Ein Normalbürger müsste sich für diese Summe dumm und dämlich arbeiten und dann zieht man ihm auch noch die Gebühren ab. Nichts gehen gute Entlohnung für gute Arbeit aber das ist auf Kosten der Bürger eindeutige zuviel GEHALT.
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