Solarstrom für Mobilfunknetz: Telekom kooperiert mit Ericsson

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© Ericsson GmbH
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Erneuerbare Energien für autonome Mobilfunkstandorte: Durch eine Solarstrom-Kooperation wollen die Telekom und Ericsson CO2-Emissionen und Energiekosten reduzieren.

Energiewende im kommerziellen Sektor? Mit einer gemeinsamen Initiative wollen die Telekom und Ericsson zeigen, dass eine unabhängige Energieversorgung im Mobilfunknetz mit Solarstrom möglich ist. Damit leisten die beiden Unternehmen laut eigenen Angaben aktuell Pionierarbeit in Deutschland. Die Initiative soll einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Klimafolgen leisten. Seit Anfang dieses Jahres bezieht die Deutsche Telekom ihren Strom konzernweit ausschließlich aus erneuerbaren Energien. Weiterhin setzt sich das Unternehmen zum Ziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um 90 Prozent gegenüber dem Jahr 2017 zu reduzieren.

Im Rahmen des Projekts installierte man an einem Mobilfunkstandort der Telekom in Dittenheim Solarmodule mit einer Gesamtfläche von rund zwölf Quadratmetern. Dabei sorgt das Ericsson Power System für das Maximum Power Point Tracking (MPP) und die notwendige Spannungswandlung. Zudem ist die Solarlösung in das gleiche Managementsystem integriert, das auch das Radio Access Network (RAN) steuert.

Im zweiten Halbjahr 2020 absolvierte die Technologie Testläufe an Mobilfunkstandorten. Die Ergebnisse zeigen, dass in Spitzenzeiten mehr als zwei Drittel des gesamten Strombedarfs mit der gewonnenen Solarenergie gedeckt werden konnten. Insgesamt beweise das Projekt das Potenzial der Solarenergie als alternative Stromquelle für Mobilfunkstandorte und eröffnet Möglichkeiten für andere erneuerbare Energiequellen, so Telekom und Ericsson.

Bildquelle:

  • solar: Ericsson GmbH

13 Kommentare im Forum

  1. Mobilfunkantennen sollten eigentlich alle mit Ökostrom betrieben werden. Scheint ja genug davon zu geben, wenn sogar alle Rewe, Penny und Discounter ihre Filialen mit Ökostrom betreiben. Teilweise aus norwegischer Wasserkraft
  2. Hightech, Trendsetter? Weit gefehlt, denn per Solarmodul betriebene Mobilfunkmasten gibt es schon seit etlichen Jahren z.B. in Ägypten.
  3. Interessantes Bild. Links ziemlich hoch montiert, in der Mitte im (fake?) Baum und rechts sehr tief montiert. Sind das 3 unterschiedliche Betreiber? Auffällig ist der sehr tief hängende Richtfunk. Ob der oft gestört ist?
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