Spionagefall: NDS zahlt Echostar-Anwälten 8,3 Millionen Dollar

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Santa Ana (USA) – Der Verschlüsselungstechnologie-Anbieter NDS ist im Rahmen der Klage des Pay-TV-Anbieters Echostar von einem kalifornischen Gericht zur Erstattung der Anwalts- und Gerichtskosten in Höhe von 8,3 Millionen Dollar verurteilt worden.

Dies berichtet der Branchendienst Broadband TV News. Echostar hatte NDS, einem Unternehmen von Rupert Murdochs News Corp, in einer Klage vorgeworfen, Hacker auf Echostars Dish Network Nagravision-Verschlüsselung angesetzt zu haben. Ein Gericht in Sant Ana bestätigte den Vorwurf, verurteilte NDS aber lediglich zu einer Geldstrafe und zu einem Schadensersatz in einer Höhe von 1 500 Dollar (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).

Das Gericht befand NDS jedoch nur in zwei von über 100 Fällen für schuldig und wies die Schadensersatzforderung des Klägers in Höhe von einer Milliarde Dollar ab.(DIGITALFERNSEHEN berichtete).
 
In Echostar-Kreisen äußerte man sich erfreut über die richterliche Entscheidung: „Wir sind zufrieden, dass beide, NDS und Dish Network, diese Angelegenheit hinter sich lassen können und hoffen, dass wir zusammen mit anderen Anbietern in Zukunft weiter an der Sicherheit der Signale arbeiten können“, zitiert der Branchendienst eine Stellungnahme des US-amerikanischen Anbieters Echostar.
 
Beim deutschen Pay-TV-Anbieter Premiere ist Rupert Murchochs News Corp. mit über 25 Prozent Aktienanteil nicht nur größter Anteilseigner. Im Zuge der Schließung der Sicherheitslücke führte das Unternehmen mit NDS Videoguard ein zweites Verschlüsselungssystem neben dem etablierten Nagravision von Andre Kudelski ein. Somit stehen sich die Kontrahenten des Echostar-Prozesses in den USA auch in Deutschland erneut gegenüber. [mg]

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