Stellenstreichungen: Netflix mit wirtschaftlichen Problemen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Aufgrund der wirtschaftlichen Probleme seines US-amerikanischen Streamingportals hat der Videotheken-Betreiber Netflix laut Medienberichten mehr als 100 Mitarbeiter entlassen und einen vorläufigen Einstellungsstopp ausgesprochen.

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US-Medien zufolge seien die „rund 115 Stellen“ in den Bereichen Kundenservice und Personalmanagement gestrichen worden. Viele der Arbeitsplätze habe man erst vor Kurzem für den geplanten Start des Verleih-Angebots Qwikster geschaffen worden, hieß es. Darüber hinaus würden nach Vorgaben des Managements in den kommenden Monaten keine weiteren Mitarbeiter eingestellt. Den Berichten zufolge beschäftigt Netflix derzeit weltweit etwa 2 000 Angestellte.

Der US-Videogigant kämpft bereits seit Monaten mit wirtschaftlichen Problemen. Zahlreiche Preiserhöhungen und Managementfehler führten zuletzt zu einem drastischen Kundenschwund von 800 000 (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). Der Start der Versandsparte Qwikster fiel aufgrund zahlreicher Pannen ebenfalls ins Wasser.

Die Aktien des Unternehmens, die im Juli 2011 noch 220 Euro wert waren, sind aktuell für 64 Euro zu haben. Wie sich die Geschäfte des Streamingriesen weiterhin entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Erst vor kurzem war Netflix nach Lateinamerika expandiert. Im kommenden Jahr soll der Dienst auch in Großbritannien starten.

Die Onlinevideothek war 1997 gegründet worden und rasant gewachsen. Vor zwei Jahren hatte sie nicht mal halb so viele Mitglieder wie heute. Die US-Fernsehsender fürchteten schon, im Kampf um die Gunst der Zuschauer den Kürzeren zu ziehen. Die Netflix-Nutzer können sich für eine Monatspauschale ab 8 Dollar unbegrenzt Filme und Serien auf PC, Fernseher oder andere Endgeräte streamen lassen. [dm]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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