Weitere Schläge gegen europäische Pay-TV-Piraten

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nach Angaben des Anti-Piraterie-Verbandes AEPOC ist in Portugal ein illegales Card-Sharing-Netzwerk ausgehebelt worden. Außerdem wurde in Belgien ein Anbieter für den Handel mit illegalen Smartcards für Sky Deutschland zu einer hohen Geld- und Gefängnisstrafe verurteilt.

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Die portugiesische Polizei hat einen Card-Sharing-Ring gesprengt, der über 650 Kunden illegalen Zugang zu Pay-TV-Programmen verschaffte, teilte der Verband am Dienstag mit. Drahtzieher des Netzwerks seien zwei Männer gewesen, die damit einen monatlichen Umsatz in Höhe von 5 000 Euro erwirtschaftet hätten. Mehr als zehn Server sowie rund 100 modifizierte Decoder seien im Rahmen der Razzien konfisziert worden.

In einem anderen Fall hat das Berufungsgericht im belgischen Antwerpen die Entscheidung des Gerichts in Tongeren von 2010 bestätigt, welches einen Beschuldigten zu 1,85 Millionen Euro Schadenersatz und einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilte. Die Person wurde für schuldig befunden, zwischen 2006 bis 2008 nicht autorisierte Smartcards verkauft zu haben, mit welchen sich deutsche und österreichische Kunden unerlaubten Zugriff auf die Pay-TV-Plattform Sky Deutschland verschafft hatten.
 
In der zweiten Instanz sei das damalige Urteil jetzt bestätigt worden, hoeß es. Acht Monate der Haftstrafe dürfen auf Bewährung erfolgen. Der Beschuldigte sei erneut in Berufung gegangen, berichtete der Anti-Piraterie-Verband. Andere in dem Fall verwickelte Personen hätte die gerichtliche Entscheidung aus dem Jahr  2010 akzeptiert, darunter ein Pay-TV-Pirat, der zu einer Geldstrafe von 180 000 Euro und acht Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Für Sky würde sich die Gesamtsumme der entstandenen Schäden auf mehr als 2 Millionen Euro belaufen.
 
Bereits im Juni wurde in Zypern ein 49-Jähriger Mann festgenommen, der einen gewerbsmäßigen Handel mitillegalen Freischalt-Codes für den griechischen Pay-TV-Anbieters Nova,die britische Bezahlplattform Sky Digital und den britischenMilitärsender BFBS betrieben hatte. Im darauffolgenden Monat wurden weitere in den Fall verwickelte Personen verhaftet. [rh]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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3 Kommentare im Forum

  1. AW: Weitere Schläge gegen europäische Pay-TV-Piraten Wie kann man denn auf hoher See überhaupt Fernsehen empfangen um dort Piraterie zu betreiben? Was soll denn der Propagandabegriff "PayTV-Pirat"?
  2. AW: Weitere Schläge gegen europäische Pay-TV-Piraten Hat langsam was vom Bild Niveau, schön bescheuert diese Wortschöpfungen
  3. AW: Weitere Schläge gegen europäische Pay-TV-Piraten Zitat: "In einem anderen Fall hat das Berufungsgericht im belgischen Antwerpen die Entscheidung des Gerichts in Tongeren von 2010 bestätigt, welches einen Beschuldigten zu 1,85 Millionen Euro Schadenersatz und einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilte. Die Person wurde für schuldig befunden, zwischen 2006 bis 2008 nicht autorisierte Smartcards verkauft zu haben, mit welchen sich deutsche und österreichische Kunden unerlaubten Zugriff auf die Pay-TV-Plattform Sky Deutschland verschafft hatten. " 1,85 Millionen Euro Schadenersatz. Das ist mal eine Hausnummer... Allerdings war der Shop aus Belgien hier in Deutschland wirklich sehr beliebt. Fast in jedem Szene-Forum haben die User Piraten-Karten von dort gekauft.
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