Raumfahrt aktuell: 30 Jahre AustroMir & Maurers Flug zur ISS startet früher

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Viehböck Raumanzug AustrMirKosmonaut Kluft © Technisches Museum Wien/APA-Fotoservice/Tesarek
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30 Jahre AustroMir: Im Jahre 1987 entschlossen sich die damalige UdSSR und die österreichische Bundesregierung zur Durchführung eines gemeinsamen bemannten Weltraumfluges zur Raumstation MIR.

© Technisches Museum Wien/APA-Fotoservice/Tesarek

Hauptzweck der AustroMir-Mission war die Durchführung wissenschaftlicher Experimente aus dem medizinischen und technischen Bereich, für deren Auswertung österreichische und sowjetische Institutionen noch jahrelang kooperierten. Die erfolgreiche Zusammenarbeit diente dabei auch als Vorbild für weitere Kooperationen mit westlichen Staaten. So legte man ein wenig auch den Grundstein für die internationale Zusammenarbeit auf der Raumstation ISS.

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von Österreichs einziger bemannter Weltraummission „AustroMir“ lud das Technische Museum Wien am 1. Oktober zu einer Festveranstaltung. Franz Viehböck, der erste Österreicher im All, und Gäste blickten dabei auf das einzigartige Ereignis in der österreichischen Raumfahrtgeschichte zurück. Der österreichische Kosmonaut zeigte sich noch immer dankbar dafür, „nach den Sternen zu greifen“ dürfen und bestrebt, „trotzdem mit den Füßen am Boden zu bleiben.“

Maurer startet einen Tag früher als geplant zur Raumstation ISS

Astronaut Matthias Maurer (51) soll nun schon am 30. Oktober mit drei Kollegen zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Der neue Starttermin sei an dem Tag um 8.43 Uhr angesetzt. Dies teilte die europäische Raumfahrtagentur Esa am Freitag in Köln mit. Das ist ein Tag früher als bislang geplant. Ersatztermin ist dabei der 31. Oktober um 7.21 Uhr. Der Astronaut aus dem Saarland wird nach seinem Start vom Weltraumbahnhof am Cape Canaveral (Florida) der zwölfte Deutsche im All sein – und zudem der vierte Deutsche auf der ISS.

Gemeinsam mit den Nasa-Astronauten Thomas Marshburn, Raja Chari und Kayla Barron bildet Maurer dann die „Crew-3“. Auf der ISS soll er in rund 400 Kilometern Höhe etwa sechs Monate lang zahlreiche Experimente durchführen und zudem auch einen Außeneinsatz absolvieren. Das neue Startdatum haben die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa und die private Raumfahrtfirma SpaceX von Elon Musk festgesetzt.(APA-OTS/DPA)

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  • df-austromir2: © Technisches Museum Wien/APA-Fotoservice/Tesarek

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