Videotext-Kunst nur noch für kurze Zeit bei ARD und ORF zu bewundern

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© rbb/Buzzlightning
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Aktuell sind erneut künstlerisch wertvolle Zeiten im Videotext von ARD und ORF – aber nur noch für kurze Zeit.

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Ab Seite 830 zeigt der ARD Text, das Videotext-Angebot des Ersten bis zum 21. September die On-Air-Ausstellung „Teletext ist Kunst“ – eine Kooperation von ORF Teletext, ARD Text, der Künstlerkooperative FixC und TeleNFT.

Lesen Sie bei Interesse ebenfalls den DIGITAL FERNSEHEN-Artikel „Sturmlauf gegen Abschaffung von Videotext bei niederländischem Sender„.

15 internationale Künstlerinnen und Künstler haben sich der Herausforderung gestellt, mit nur sechs Farben sowie Schwarz und Weiß in einem Raster von 78 x 69 Pixeln Kunst für das Medium Teletext mittels speziell angefertigter Teletextsoftware zu schaffen.

Das Motto: „Teletext ist Kunst“

Videotext-Kunst
Hier ein Beispiel namens „Spiel des Krieges“ von sp4ce aus Deutschland. © rbb/sp4ce

Die Bandbreite der unterschiedlichen künstlerischen Zugänge und Umsetzungen reicht von monochromen Bildern über figürliche Darstellungen bis zu abstrakten, teils wie Gemälde wirkenden Kunstwerken. Der Ausgangspunkt ist immer derselbe: Wie kann man ein Bild erschaffen, eine Botschaft senden, ein Gefühl vermitteln, wenn so wenige Farben zur Verfügung stehen und so wenige Pixel auf die digitale Leinwand passen? Das geht eigentlich nicht, – und deshalb ist es umso faszinierender, wenn es doch gelingt.

Die Videotext-Künstler

Insgesamt 67 Werke von Bloom Jr. (Deutschland), Buzzlightning (Deutschland), Christoph Faulhaber (Deutschland), Juha van Ingen (Finnland), KleinTonno (Deutschland), Claudie Linke (Deutschland), Nissla (Österreich), Numo (Deutschland), Quasimondo (Deutschland), Jarkko Räsänen (Finnland), Mamadou Sow (Deutschland), sp4ce (Deutschland) and tius (Deutschland) sind ab 1. September drei Wochen lang im ARD Text und im ORF TELETEXT zu bewundern. Auch die Kuratoren der Ausstellung Max Haarich (Deutschland) und Gleb Divov (Litauen/Russland) von TeleNFT sind als Vorreiter im Bereich NFT (nicht fungibler Token) im Teletext mit Werken vertreten.

NFT im Teletext

Erstmals wird auch das Thema NFT beleuchtet. Die 15 beteiligten Künstlerinnen und Künstler sind bestens mit der NFT-Technologie vertraut und waren sowohl die ersten, die Teletext-Kunst als NFT auf einer Blockchain gespeichert haben, als auch die ersten, die Blockchain-basierte Kunst im Teletext gezeigt haben. Mehrere Arbeiten von „Teletext ist Kunst“ befassen sich daher auch thematisch mit dem Verhältnis von Krypto-Welt und klassischer Finanzwelt. Alle gezeigten Werke sind auch für den Verkauf als NFT vorgesehen.

Auf der Ars Electronica

„Teletext ist Kunst“ kann man noch bis zum 21. September im ARD Text ab Seite 830 und im ORF Teletext ab Seite 560 sehen sowie auf den Webseiten der Angebote. Außerdem konnten Fans die Kunstwerke auch im öffentlichen Raum bewundern: Sie wurden bei der Ars Electronica 2022 in Linz/Österreich vom 7. bis 11. September gezeigt.

Weitere Infos via www.teletextart.com sowie www.telenft.de

Quelle: ARD/RBB/ORF

Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals am 1. September in leicht abgeänderter Version.

Bildquelle:

  • Teletext ist Kunst: © rbb/sp4ce
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36 Kommentare im Forum

  1. So etwas ist eine tolle Idee, diesem angestaubten Medium mehr Leben einzuhauchen. Die abgebildetetn Grafiken machen mich schon neugierig auf mehr und den Teletext von ORF und ARD einzuschalten. So etwas ist tausend mal besser, als Pläne, den Teletext komplett abschalten zu wollen wie in den Niederlanden oder erst gar keinen auszustrahlen, wie viele Sender leider tun.
  2. Vielleicht sollten wir von UHD wieder auf schwarz-weiß in SD zurückfahren. Viel besser als das ganze neumodische Zeug. Innovation ist der Tod von "damals war alles besser". - Sarkasmus aus -
  3. Zum VT gibts halt keine vernünftigen Alternativen! Bis man den über HbbTV aufgerufen hat und dann die passende Seite, habe ich per VT die Information längst. Nicht alles was neu ist ist auch besser.
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