Neues aus dem Testlabor: Mit Ikea zur Multimedia-Wohneinheit

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Für ihre kreativen Wohn- und Marketingideen ist Ikea schon seit Jahrzehnten bekannt. Nun hat das schwedische Möbelhaus wieder einmal seine Innovationskraft gezeigt und wagt sich in die Unterhaltungselektronikbranche. Uppleva steht dabei nicht nur für eine TV-System mit Blu-ray-Player und Soundanlage, das alles ist in ein Möbelstück integriert, bei dem keine Kabel mehr zu sehen sind. Klar, dass wir uns das nicht entgehen ließen und ins Testlabor bestellten.

Wenig später trudelten dann auch schon nicht weniger als acht Pakete und einiges Zubehör wie ein HDMI-Kabel im Verlag ein. Kurz einen Überblick über die Anleitung und die zur Verfügung stehende Teile verschaffen – und los geht es. Der Aufgang geht ziemlich reibungslos über die Bühne, einzig der erforderliche Wechsel zwischen zwei Montageanleitungen stört etwas. Nach knapp zwei Stunden zweisamen Werkelns steht das Uppleva – und macht einen schicken Eindruck.
 
Optisch ist die Kombination aus Unterhaltungselektronik und Möbelstück also schon mal gelungen. Dann der Funktionstest. Die Installation geht zügig von der Hand, die Senderliste ist gut sortiert und auch die Ausstattung ist ordentlich: So sind alle Digital-TV-Tuner ebenso an Bord wie eine Bild-in-Bild-Funktion, und auch Smart TV ist für Uppleva kein Fremdwort. Bis hierhin ein gelungener Einstand, unsere Laune ist daher entspannt bis angenehm überrascht.

Leider wird die gute Stimmung eingetrübt, als wir die Bild- und Tonqualität des Systems genauer unter die Lupe nehmen. Der Fernseher zeigt besonders bei Inhalten in SD seine Schwächen, hier trüben Unschärfen und Artefakte das Sehvergnügen. Die Bewegtbildschärfe auf 100-Hertz-Niveau reißt uns freilich ebenso wenig vom Hocker wie die fehlende Möglichkeit, 3D-Inhalte wiederzugeben.
 
Auch klanglich macht das Uppleva keine großen Sprünge, der Klangteppich zeigt sich – auch mit Unterstützung durch den freihstehenden Subwoofer – von der eher dünnen Seite. Natürlich darf von vom chinesischen Elektronikriesen TCL keine Wunderdinge erwarten, ist der Konzern in Europa doch eher im günstigen Segment beheimatet.
 
Wer sich für 899 Euro vom Uppleva mit einem 32-Zoll-Fernseher dennoch mehr versprochen hat und nach dem Aufbau enttäuscht im Wohnzimmer sitzt, der sei zumindest in einem Punkt beruhigt: Der Abbau gelingt in gerade einmal zwanzig Minuten.
 
 
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[Alexander Mai]

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