Selbst konfigurieren: In wenigen Schritten zum Wunsch-PC

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Wenn der alte Rechner nicht mehr den Leistungsanforderungen aktueller Software oder Spiele gerecht wird, stehen Nutzer vor einer schwierigen Wahl. Der Markt für PC-Hardware ist ein Paradies für Technik-Nerds aber gleichzeitig auch eine Überforderung für Laien.

Von der Grafikkarte bis zum Arbeitsspeicher sollte man ganz genau wissen, welche Zusammenstellung den eigenen Bedürfnissen gerecht wird. Dabei ist ein Fertig-PC mit vorinstalliertem Betriebsprogramm natürlich die bequemste Lösung – einfach anschließen, einschalten und los geht’s. Doch die bequeme Variante ist bekanntlich nicht immer die beste Wahl. Mit nur etwas mehr Aufwand kann ein selbst konfigurierter Computer viel mehr Freude bereiten und alle Anforderungen auf optimale Weise erfüllen. Zudem kann man mit einem selbst konfigurierten PC viel Geld sparen.
Zusammenbau in Eigenregie
Der meist genannte Grund gegen einen individuell zusammengestellten PC: Die meisten PC-Nutzer trauen sich den Eigenbau aufgrund fehlender Kenntnisse nicht zu. Viele scheuen aber auch den Zeitaufwand, der für die Recherche nach der bestmögliche Kombination aller Teile zu investieren ist. Doch sich stattdessen mit einem Fertigmodell abzufinden, das die eigenen Ansprüche nicht vollständig erfüllen kann, ist ein Fehler, den viele nach kurzer Zeit bereuen. Im Zweifelsfall bieten zahlreiche Websites und Video-Tutorials schnelle Hilfe. Auf diese Weise kann man schnell den Aufbau eines modernen PCs und die Bedeutung der einzelnen Komponenten kennenlernen und potentielle Fehler frühzeitig identifizieren.

Bedarf feststellen und die richtigen Komponenten auswählen
Käufer sollten zunächst feststellen, was sie von ihrem PC erwarten und wie leistungsstrak die einzelnen Hardwarekomponenten sein sollten. Immerhin gibt es enorme Unterschiede zwischen einem klassischen Rechner für den Heimbedarf und einem High-End Gaming PC. Im Internet finden sich inzwischen zahlreiche Konfiguratoren, über die man schnell geeignete Komponenten finden kann. Folgende Bauteile eines PCs spielen dabei eine entscheidende Rolle:
  • Prozessor – auch CPU (Central Processing Unit) genannt, ist die zentrale Recheneinheit des Computers.
  • CPU-Lüfter – versorgt den Prozessor mit ausreichend Frischluft, damit dieser nicht überhitzt.
  • Grafikkarte – hier gibt es eine große Bandbreite an Modellen, die den unterschiedlichen Ansprüchen genügen. Vor allem für grafisch anspruchsvolle Anwendungen wie Spiele oder 3D-Anwendungen, sollte eine entsprechend leistungsstarke Grafikkarte berücksichtigt werden.
  • Mainboard – ist die zentrale Platine des Computers. Auf ihr werden alle Komponenten des PCs miteinander montiert.
  • Arbeitsspeicher – auch RAM (Random-Access Memory) genannt, ist ein besonders schneller Speicher, der direkt angesprochen werden kann und der Zwischenspeicherung von Daten für verschiedene Rechenoperationen dient.
  • Festplatte – auch Hard Disk Drive (HDD) genannt, ist ein Speichermedium, auf dem dauerhaft Daten gespeichert werden. Seit einigen Jahren kommen auch vermehrt Flash-Speicher, sogenannte Solid-State-Drives (SSD), zum Einsatz, die deutlich höhere Schreib- und Lesegeschwindigkeiten erlauben.
  • Netzteil – dient der Stromversorgung aller Komponenten
Maßgeschneiderte Performance
Die Konfigurationsmöglichkeiten des eigenen PCs sind praktisch unbegrenzt. Jede Komponente vom Netzteil, über die Lüftung bis hin zum Gehäuse lässt sich exakt an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Beim Gaming, in der Bildbearbeitung, aber auch bei vermeintlich leichten Office-Aufgaben kann damit sichergestellt werden, dass im Workflow keine Probleme auftreten. Auch bei der Verwendung spezifischer Software für den Berufseinsatz ist es wichtig, sich auf ein sicheres System verlassen zu können. 
Die Preisfrage
Die Möglichkeit, genau dort in Qualität und Performance zu investieren, wo es nötig ist, und ggf. in anderen Bereichen zu sparen, wirkt sich natürlich auch auf den Preis aus. Gleichzeitig können Käufer alle benötigten Komponenten bei verschiedenen Anbietern zum jeweils besten Preis kaufen und damit im Vergleich zum Fertig-PC ordentlich sparen. Natürlich besteht auch bei vorkonfigurierten Computern häufig die Chance auf einen guten Preis. Doch insgesamt können Sie für das gleiche Geld oft mehr Qualität und Leistung bekommen.
Ein individuell zusammengestellter Rechner ist eine Investition, die den geringfügig höheren Aufwand wert ist und mehr Sicherheit bei besserer Performance bietet. So oder so gilt jedoch sowohl bei Fertig-PCs als auch bei Eigenkonfigurationen die Devise, sich vorher die eigenen Ansprüche vor Augen zu führen. Erst im Anschluss ist eine fundierte Kaufentscheidung, etwa bei etablierten Online-Händlern wie Mindfactory, sinnvoll. Selbstverständlich gibt es durchaus auch sinnvolle Komplettlösungen, bei denen kaum Kompromisse nötig sind. Hat man ein solches Modell gefunden, kann man sich außerdem über Annehmlichkeiten wie den Garantieanspruch freuen, obgleich dieser eigenhändige Modifikationen häufig erschwert.
Als besondere Service-Leistung bieten jedoch auch viele Händler die Möglichkeit, im Shop zusammengestellte PCs gegen einen Aufpreis von Experten zusammenbauen und testen zu lassen. Wer sich den kompletten Zusammenbau also doch nicht zutraut, ist damit in der Regel gut beraten.

[red]

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71 Kommentare im Forum

  1. Mit der Mitte fährst du am besten. Wenn du einen Rechner willst, der alles in guter Geschwindigkeit kann, reichen 600€ aus. (für Neubau) Gigantomanie ist fehl am Platze. Wenn ein Händler den Rechner zusammenkaspern soll, dann maximal 100€ gegenüber Einzelkomponenten akzeptieren, alles andere darüber ist Wucher. (One.de wäre hier ein preiswerter Bauer) Auch Csl; Agando & Kiebel würde ich eher abraten. Für Luxus Bauer dann Schenker/XMG. Die OEM Rechner von HP/Lennovo/MSI/Medion/Acer/Dell/Asus sind ein eigenes Kaliber. Da die meist eigene Mainboards/Software entwickeln. Das nur für den Elektromarkt Käufer ohne große Ambitionen und Preisbewusstsein.
  2. Heutzutage will ausser Profi-Gamern eh kaum jemand mehr einen klassischen PC sondern lieber Notebooks. Auch die lassen sich bei etlichen Anbietern individuell konfigurieren, wirklich nötig ist aber selbst das inzwischen eher selten.
  3. PCs, wer nutzt sowas noch privat außer den „Nerds“ und PC-Spielern? Wer selber einen PC zusammenschraubt oder sich von wenig namhaften Anbietern zusammenschrauben lässt, bekommt genau das, was er verdient hat: Irgendwelche zusammengestückelte Komponenten. So einfach ist nämlich gar nicht, einen PC wirklich gut mit guten Komponenten zu konfigurieren. Laien sind da eh vollkommen überfordert und müssen demjenigen vertrauen, der Ihnen einen PC konfiguriert. Firmen haben ihre Dienstleister, die ihnen die PCs so konfigurieren, wie sie gebraucht werden. Das mag für MSI/Medion/Acer/Asus so zutreffen, aber ganz sicher nicht für Dell, Lenovo (ehemals IBM), HP (zumindest teilweise) und auch Fujitsu, die für den Business-Bereich ihre PCs entwickeln.
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