BR gibt Mediathek auf

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„Spart Ressourcen“: Der Bayerischen Rundfunk wird die BR-Mediathek in den nächsten Monaten in das ARD-Angebot überführen.

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Die Sendeanstalt gibt in diesem Zusammenhang bekannt: „Wie alle anderen Landesrundfunkanstalten der ARD konzentriert sich auch der BR darauf, die fünf großen Digital-Plattformen der ARD zu stärken und die gemeinsamen Energien auf diese zu fokussieren: ARD Mediathek, ARD Audiothek, „Tagesschau.de“, „Sportschau.de“ und „KiKa.de“. Dadurch haben wir die beste Chance auf größtmögliche Wahrnehmbarkeit unserer wertvollen Inhalte in der digitalen Welt. Der Erfolg der ARD-Mediathek bestätigt diese Richtung: 2021 hatte sie mehr als zwei Milliarden Videoabrufe, im Vergleich zum Jahr 2020 ein Plus von 62 Prozent. Dieser Trend setzt sich auch im ersten Halbjahr 2022 fort.

bayerischer rundfunk, br logo auf ballon; © Bayerischer Rundfunk
Der „BR-Mediathek-Ballon“ fliegt zur ARD-Mediathek und wird dort dann im Frühjahr 2023 landen. © Bayerischer Rundfunk

Überführung der BR-Mediathek soll im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein

Auch die Inhalte des Bayerischen Rundfunks werden immer mehr in der ARD-Mediathek abgerufen. Wir erreichen dort höhere Abrufzahlen im Vergleich zur eigenen Mediathek. Wir haben uns deshalb entschieden, die BR-Mediathek nicht mehr dauerhaft als eigenständiges Produkt weiterzuführen, sondern sie perspektivisch in die ARD-Mediathek zu überführen. Zumal es in der ARD-Mediathek seit Kurzem sehr gut gestaltete und auch gut angenommene Regionalfenster gibt, die es ermöglichen, Inhalte je nach Region und Interesse auszusuchen. Das spart Ressourcen und hilft bei der Sichtbarkeit unserer eigenen Inhalte.

Wichtig ist und bleibt bei aller Zusammenarbeit: Den inhaltlichen USP der ARD, nämlich die regionale Verwurzelung und die regionale Vielfalt, um die uns alle europäischen Länder beneiden, wollen wir natürlich aufrecht erhalten. Die Überführung soll planmäßig im Laufe des Frühjahrs 2023 abgeschlossen sein.

„Spart Ressourcen“

Mehrere ARD-Sender sind diesen Schritt bereits gegangen, etwa der Südwestrundfunk, der Hessische Rundfunk und der Rundfunk Berlin-Brandenburg (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).

Quelle: Bayerischer Rundfunk, dpa

Bildquelle:

  • BR_Ballon: © Bayerischer Rundfunk
  • ard-mediathek: ARD Design
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6 Kommentare im Forum

  1. Ist bei MagentaTV eh doch schon so. Da gab es meines Wissens nie eine eigene BR Mediathek wie man sie derzeit von HbbTV kennt. Drückt man beim BR Fernsehen die rote Taste auf der Fernbedienung, landet man in der BR-Sektion in der ARD Mediathek Das selbe ist auch wenn man die BR Mediathek App aufruft.
  2. Bei der ARD auch. Dort sind schon lange alle ARD Sender enthalten, egal ob die Sender noch eigene Mediatheken haben. Nachteil ist das die Datenbank enorm groß geworden ist und damit eine Suche recht lange dauert.
  3. Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass eine Datenbank versehentlich recht groß ist, das hat einzig und allein damit zu tun, dass die Leute, die die paar Abfragezeilen geschrieben haben für die Datenbank in der allerersten Stunde "wie frage ich eine Datenbank ab" vollkommen versagt haben. Hilfsweise, wenn dies andere waren, diejenigen, die die Daten in die Datenbank(en) gebracht haben. Wenn jemand mit diesem "Know How" und diesen Ergebnissen in einem privaten Betrieb anfangen würde, selbst als 400 Euro Kraft, würde er/sie keine Woche überleben. Davon mal abgesehen: egal wie viele Sendungen in der Datenbank stecken komplett mit Texten zu jedem Video, Schauspielern, vergleichbaren anderen Daten: diese Datenbank KANN gar nicht sonderlich groß sein im Verhältnis zu nicht einmal mittleren Betrieben in der freien Wirtschaft, nur um das mal ins Verhältnis zu setzen. Wenn da (nur um eine Zahl zu nennen) 100.000 Videos vermerkt sind mit allen Möglichen Infos, dann ist das lächerlich, jedes SQL System lacht darüber. Denn genau dafür sind Datenbanken gemacht.
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