Ericsson und Vodafone testen mobiles Breitband über TV-Frequenzen

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Düsseldorf – Ericsson und Vodafone haben heute in Oberwiesenthal in Sachsen das zweite gemeinsame Modellprojekt für mobiles Breitband auf dem Lande über die Frequenzen der Digitalen Dividende gestartet.

Partner in Oberwiesenthal ist demnach das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, in Baden-Württemberg ist es die Landesanstalt für Kommunikation (LFK). Das berichtet Ericsson heute in einer Mitteilung. Die Feldversuche sollen zeigen, wie ländliche Regionen unter Alltagsbedingungen über frei gewordene TV-Frequenzen mit Breitband-Internet versorgt werden können.
 
Im Rahmen der Projekte werden rund 50 Testhaushalte und Unternehmen in Oberwiesenthal und rund 100 Interessierte in Baden-Württemberg mit Mobile-Broadband-Routern von Ericsson ausgestattet.

Die Anwender erhalten auf diese Weise während des Testzeitraums kostenlosen Zugang zum Internet. Die Feldversuche laufen bis Mitte 2010. Dann endet die Erlaubnis zur Nutzung der Testfrequenzen durch die Bundesnetzagentur.
 
„Die Projekte umfassen auch Tests des Funksystems in topologisch besonders anspruchsvollen Gebieten“, berichtet Ericsson. Zusätzlich würden Erkenntnisse zum Nutzungsverhalten der Testteilnehmer erwartet, um Schlüsse für die Netzleistung zu ziehen.
 
Das Funksystem arbeite im niedrigen Frequenzbereich bei 850 MHz im Kanal 65 und biete so eine höhere Reichweite als die heute für UMTS genutzten Frequenzen (2,1 Gigahertz), so Ericsson. Daher würden mit weniger Antennenstandorten auch dünn besiedelte Gebiete mit Breitbandinternet versorgt werden können.
 
Ericsson will neben den Funkmodems auch die HSPA-Systemtechnik für die Tests bereitstellen. Damit sollen Übertragungsraten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Downlink und bis zu 2,0 Megabit pro Sekunde im Uplink möglich werden. Diese Geschwindigkeiten liegen Ericsson zufolge über dem durchschnittlichen Datendurchsatz, den Verbraucher heute über DSL in den meisten erschlossenen Gemeinden nutzen.
 
Zuvor hatte Vodafone schon in Baden-Württemberg in den Gemeinden Bopfingen und Unterschneidheim ein ähnlicher Feldversuch zur Erprobung gestartet (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).
 
In Mecklenburg-Vorpommern hatten E-Plus und Ericsson Anfang 2009 mobiles Breitband über Rundfunkfrequenzen getestet (DF berichtete ebenfalls). [ar]

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