Jetzt auch bei Skype – Menschen hören mit

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Apple, Google und Amazon wurden bereits überführt, jetzt berichtet „Motherboard“, dass auch Microsoft mithört und zwar bei Skype-Telefonaten.

Skype hat eine tolle Funktion, nahezu in Echtzeit kann die Videotelefoniesoftware Gespräche übersetzen. Dazu heißt es auf der Skype-Website: „Skype Translator basiert auf einem maschinellen Lernprozess. Das heißt: Je öfter Sie die Funktion nutzen, desto besser wird sie.“

Jetzt berichtet ein Whistleblower, der bei einem Microsoft- Auftragnehmer arbeitet, der Webseite „Motherboard“, dass diese KI durch menschliche Mitarbeiter tatkräftig unterstützt wird. Sie hören intimste Gespräche über Gewichtsprobleme oder auch Telefonsex mit, die ihnen Microsoft als Audioaufnahmen zur Verfügung stellt.
 
Microsoft selbst sagt „Motherboard“, dass die Aufnahmen anonymisiert sind und alle Mitarbeiter, die damit zu tun haben, an strikte Vertraulichkeitsvorgaben gebunden seien. „Motherboard“ hat hingegen Stellenanzeigen im Netz gefunden, die besagen, dass die Mitarbeiter auch von zu Hause aus Arbeiten können. Außerdem konnte der Whistleblower „Motherboard“ ohne Probleme die Aufnahmen zusenden – soviel zum Thema Datenschutz.
 
Weiterhin sagt Microsoft, dass die Nutzer dem Verfahren der Datenanalyse zustimmen. Wobei in den Skype-Nutzungsbedingungen nicht die Rede davon ist, dass Menschen sich Gesprächsmitschnitte anhören, um die Übersetzungssoftware zu verbessern.
 
Wie „Motherboard“ weiter berichtet, werden zudem auch Befehle, die an den Sprachassistenten Cortana gehen, von realen Menschen analysiert und ins System eingearbeitet.

[tk]

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14 Kommentare im Forum

  1. Ich dachte wir haben nun eine strenge DSGVO ? Und hier werden komplette Telefongespräche ohne Infos an die Kunden an fremde Firmen weiter gegeben ? Und das soll legal sein ? Und woanders dürfen nicht mal im Kindergarten Namen unter Fotos erscheinen ? Irgendwie alles komisch....
  2. Ehrlich, mich wundert da gar nix mehr. Jeden (Anbieter) traue ich alles zu. Meist nix gutes.
  3. Die DSGVO wäre dann sinnvoll gewesen, wenn sie nur Unternehmen mit einem Sitz außerhalb der EU treffen würde und nur ab einem gewissen Umsatz bzw. mindestens x Kunden/ Kontakten. Die EU hat aber leider den kleinen Geschäftsmann oder -frau mehr im Visir als die großen Konzerne. Aber das ist ja normal, selbst die Grünen (Fleischsteuer) etc. haben die Bodenhaftung verloren. Fast alle Politiker sind ja keine normalen Menschen mehr. Nur, wer jetzt den Dexit wollte, würde nur noch mehr Gängelung des normalen Bürgers bekommen. Die einzige Lösung wäre eine grundsätzliche Überarbeitung der Politik.
  4. Ja die Fleisch Steuer trifft dann wieder die nur wenig Geld haben am meisten. Aber das interessiert die Grünen ja eh nicht.
  5. Die "Fleischsteuer" (was im Prinzip keine neue Steuer wäre sondern "nur" eine Anpassung des MwSt.-Satzes) ist keine Idee der Grünen sondern eher der SPD. Zumindest vom Agrarexperten der SPD. Selbst Habeck von den Grünen ist in dem Zusammenhang skeptisch. Nicht immer direkt alles "glauben", dass das, was vorgeschlagen wird, auch sofort umgesetzt wird. Da wird laut Gedacht und am Ende wird das nix. Sehe auch keinen Sinn darin.
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