Lockdown-Frust in Großstädten: Internet langsam, Streaming gestört

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Verbindungsprobleme: Kein stabiles Internet, Router kaputt?
Bild: Elnur via stock.adobe.com
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Das Internet ist mal wieder zu langsam und auch beim Streaming hakt es? Viele Verbraucher sind laut Breitbanddienst Konnect mit ihren Anschlüssen unzufrieden.

Viele Verbraucher sind im Lockdown insbesondere in den Größstädten mit ihren aktuellen Internetanschlüssen unzufrieden. Eine Umfrage von Konnect, einer Geschäftseinheit von Satellitenbetreiber Eutelsat, hat nun eine relativ hohe Wechselbereitschaft in einen höheren Tarif oder zu einem anderen Anbieter gezeigt.

Zu langsamer Download

Vor allem der zu langsame Download großer Datenmengen aus dem Internet sowie Bild- und/oder Tonstörungen beim TV-Streaming seien das Problem. Gerade in Großstädten mit mehr als einer halben Million Einwohner sei die Unzufriedenheit mit dem Breitbandanschluss hoch.

Für die Umfrage des Eutelsat Breitbanddienstleisters Konnect wurden von Mortar Research über 2.000 Personen aus ganz Deutschland im Alter ab 18 Jahren befragt. Darin gaben 27,3 Prozent der Befragten an, dass ihnen der Download großer Datenmengen zu lange dauere. 21 Prozent beklagen Bild- und/oder Tonstörungen beim TV-Streaming. Anschließend wurden Bild- und/oder Tonstörungen im Homeoffice und beim Gaming sowie im Homeschooling genannt.

Tarif wechseln oder bleiben?

Und auch wenn über 40 Prozent mit ihrer Internetverbindung während der Lockdowns trotz leichter Probleme zufrieden waren, war mehr als ein Fünftel (21,3 Prozent) unzufrieden oder gar sehr unzufrieden.

Umfrage Mortar Research fuer Konnect
„Wie zufrieden waren Sie mit Ihrem Breitbandanschluss während der Lockdowns?“

Bereits ein knappes Fünftel der Befragten (19,3 Prozent) gaben an, schon den Internet Provider oder in einen Tarif mit mehr Bandbreite gewechselt zu haben. Ein weiteres Viertel kann sich einen solchen Wechsel vorstellen. Doch die Mehrheit (39,4 Prozent) bleibt beim bestehenden Tarif.

Stadt-Land-Gefälle

Zudem zeigen die Umfrageergebnisse ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. Während in Kommunen mit bis zu 5.000 Einwohnern 41,9 Prozent mit ihrem Breitbandanschluss sehr zufrieden waren, waren es in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern nur 32 Prozent. Der Durchschnitt liegt bei 37,7 Prozent.

Das könnte auch mit der hohen Belastung der Netze in den Metropolen zusammenhängen. Denn viele Nutzer mussten in Lockdown-Zeiten mit ungewohnt niedrigeren Bandbreiten auskommen. Dieses Phänomen sei speziell bei sogenannten „shared medium“-Netzen wie etwa den Kabelnetzen bekannt, in denen zu Peak-Zeiten die Bandbreiten für den Einzelnen sinken.

Internetdienst Konnect

In ländlich geprägten Regionen und Randlagen sieht es da ganz anders aus. Oft gibt es nur einen Anbieter, der ohne Wettbewerbsdruck oft nicht in den Netzausbau investiert. Der neue Internetdienst Konnect will das nun lösen. Denn über Satellit sollen selbst in abgelegenen Gemeinden Bandbreiten bis 100 Mbit/s zur Verfügung gestellt werden.

Konnect bewirbt dazu drei Tarife mit 30, 50 und 100 Mbit/s. Die Preise liegen hier zwischen 29,99 Euro und 69,99 Euro pro Monat. Hinzu kommt laut Anbieter dann noch eine einmalige Aktivierungsgebühr von 49 Euro.

Bildquelle:

  • unzufirdenheitumfrage: konnect Eutelsat
  • internet-problem: Elnur via stock.adobe.com

50 Kommentare im Forum

  1. Bescheuerte Meldung, denn gerade Kunden in Großstädten bekommen viel einfacher Verträge mit höherer Bandbreite.
  2. Kann ich auch nicht verstehen. Auf dem Land könnte ich es verstehen. Zum Glück wurde bei uns kurz vor Corona alles auf Vectoring umgestellt.
  3. Vermutlich stören sich die unzähligen Wlan Netze in den Großstädten bis zum Zusammenbruch. Geräte über Netzwerkkabel anzuschließen ist bei vielen ja sowas von Retro. Den Rest besorgen dann Powerline und billige Chinanetzteile, die ganze Wohnblöcke stören können.
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