3D ist nächste Innovationswelle nach HDTV

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Videoformat für Heimbereich wird noch gesucht

Auf der Anga Cable 2009 konnten sich die Besucher einen Eindruck davon machen, wie heutzutage dreidimensionales Fernsehen aussieht. Filme wie „Ice Age 3“ oder „Oben“, der das diesjährige Festival in Cannes eröffnet hat, sind auch in den Kinos in 3D zu sehen. 2010 sollen über 30 3D-Filme produziert werden.

Im Zuge der Digitalisierung der Kinos wird gleich eine 3D-Wiedergabe integriert, denn der geringe Mehraufwand rechnet sich im Vergleich mit dem zwei- bis dreifachen Umsatzplus dank höherer Ticketpreise und des großen Zuschauerinteresses an 3D-Filmen. Nun soll 3D auch ins Wohnzimmer kommen.

Stereo und Multiview

Das klassische 3D-Erlebnis, das sogenannte Stereovideo, mit der allseits bekannten 3D-Brille soll der erste Schritt für die Heimnutzung des dreidimensionalen Fernsehens sein. Neue Technologien wie autostereoskopische Displays, auch Multiview-Displays genannt, kommen allerdings ohne Brille aus. Im Vergleich zu Stereovideo, das zwei Videosignale nutzt, werden bei autostereoskopischen Displays zumeist neun Signale verwendet.
 
Es sind aber auch mehr möglich. Wie es der Name schon verrät, erlauben Multiview-Displays das Betrachten eines 3D-Films aus verschiedenen Blickwinkeln. Dadurch ist diese Technologie geradezu prädestiniert für die Anwendung im Heimbereich. Doch zuerst muss ein einheitlicher Standard entwickelt werden.

Viele Projekte

 
Das Vorhandensein mehrerer Videosignale zur Generierung eines 3D-Bewegtbildes bringt es mit sich, dass eine Vielzahl an unterschiedlichen Videoformaten existiert. Es gilt also, nun ein einheitliches, Display-unabhängiges Format zu entwickeln. Bislang werden 3D-Inhalte für die Wiedergabe auf ganz bestimmten Displays produziert. Erst wenn die Produktion von der Wiedergabe losgelöst ist, kann die 3D-Technologie ein Erfolg werden. Weltweit arbeiten verschiedene Expertengruppen an einem solchen Standard. Im Jahr 2003 haben sich über 70 japanische Firmen zu einem 3D-Konsortium zusammengefunden; etwa zur gleichen Zeit begann MPEG mit der Entwicklung von Videoformaten für 3D.
 

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