Energieeffiziente Heimkinos

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Energieeffiziente Heimkinos, Teil 3

Strengere Regelungen?

Die Verordnung müsste strenger vorgehen und die Hersteller dazu anhalten, auch bei stromfressenden Funktionen, wie etwa dem Netzwerk-Stand-by- Modus, den Verbrauch zu senken. Da Bürokratie aber sehr behäbig vonstatten geht, ist mit einer Verschärfung der Werte in naher Zukunft nicht zu rechnen. Viele Hersteller setzen sich zudem eigene Ziele, so will Philips bis 2012 30 Prozent des Gesamtumsatzerlöses mit grünen Produkten einfahren.
 
Bei den Ambitionen und Energiesparlogos der Hersteller sollte man aber aufpassen. Das Bündnis 90/Die Grünen warnt vor Intransparenz und bezeichnet das Ganze als „Greenwashing“. Darüber hinaus gibt es seit 2002 eine freiwillige Selbstverpflichtung, um den Energieverbrauch zu senken. Neben den Ökodesign-Anforderungen gibt es noch die EU-Ökoblume, die im Stand-by- Betrieb sogar höhere Anforderungen (0,3 Watt) an die Geräte stellt. So ist es fraglich, ob wir in Europa wirklich zwei Regularien benötigen.
 
Beim Bündnis 90/Die Grünen finden die beiden Regularien durchaus Zuspruch, da sie dem Verbraucher spezifischere Informationen vermitteln können. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) findet die zwei Instrumente hingegen nicht zielführend. Sie sprechen sich für ein einheitliches Energielabel aus, wie man es auf Haushaltsgeräten, etwa bei Kühlschränken, findet.

Ausblick

Die Hersteller haben den Ökotrend erkannt und verfolgen ihn zielstrebig. Anfangs kostet neue Technik, etwa LED-Backlight, noch viel und der Mehrbetrag beim Kauf ist über einen kurzen Zeitraum nicht wieder per Stromersparnis wettzumachen. Die Preise fallen aber stetig und in Zukunft steht dem grünen Heimkino nichts mehr im Weg. Bei den Logos der Hersteller sollte man aufpassen. Viele nutzen den Trend nur aus, obwohl eine Energieeinsparung oft nicht vorhanden ist. Energiesparmaßnahmen, wie etwa der Lichtsensor, sparen je nach Hersteller einiges ein, oft ist das Bild dann aber viel zu dunkel. Die EU sollte ihre Vorschriften überdenken – zwei unterschiedliche Vorgaben sind unsinnig, außerdem sollten sie strengere Regeln aufstellen, da viele Hersteller die Ökodesign-Anforderungen bereits unterbieten. Am Ende der Kette steht natürlich der Konsument. Fernab von niedrigen Stand-by-Verbräuchen sollte man auf energiesparende Komponenten achten und am besten doch immer die Steckdose über Nacht abschalten. Für den Einzelnen rechnet sich das nur minimal, die Masse macht es aber aus.

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