Innovation aus Deutschland

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Isophon Berlina RC7

Täglich gibt es technische Neuerungen, doch gerade im Lautsprecherbereich sind echte Innovationen in den vergangenen Jahren selten geworden. Um die Stagnation zu überwinden, hat Isophon-Chefentwickler Dr. Roland Gauder mit Unterstützung des Bundesministeriums für Forschung und Entwicklung die Berlina-Serie verwirklicht.

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Dass sich technische Raffinesse und ein elegantes Äußeres nicht zwangsläufig gegenüberstehen, sondern im Idealfall sogar ergänzen, beweist Isophon mit dem Berlina RC7. RC steht dabei für Rip Construction, das das Prinzip „menschlicher Brustkorb“ auf den Lautsprecher überträgt. Die daraus entstandene Rippenbauweise sorgt mit echtem Klavierlacküberzug nicht nur für optische Dynamik, sondern setzt die frischen Ideen auch konstruktionstechnisch um. Gleich 27 knapp 4 Zentimeter (cm) starke MDF-Rippen werden in aufwendigen Verschraubungsverfahren übereinandergestapelt und schwingungsstabil von der Bodenplatte verschlossen.
 
Dabei sorgen sechs Gewinde stangen im Inneren für sicheren Halt, auf die sich die CNC-gefrästen MDF-Platten rutschsicher reihen. Das Resultat ist die Unterbindung störender Gehäuseeinflüsse auf den Klang, was den verbauten Chassis den gesamten Spielraum der klanglichen Bühne überlässt. Häufig anzutreffende Negativeffekte allgemeiner Lautsprechergehäuse, die mit Gehäuseschwingungen Grundtonverfärbungen ver ursachen, bleiben so beim RC7 außen vor. Denn jede einzelne Rippe schwingt für sich allein und nicht mit den anderen als resonierende Fläche. Zwischen den einzelnen Elementen befindet sich ein dämmendes Weichfasermaterial, das für eine Schwingungsentkopplung unter den Rippen sorgt.
 
Acht verschiedene Arten vom Deckel bis zum Boden sind unter anderem für eine Gehäusetrennung, das Anschlussterminal sowie Versteifungen zuständig. Zusammen erhält man damit einen Standlautsprecher von 1,22 Meter Höhe und mit einem beachtlichen Gewicht von 52 Kilogramm. Mit den bereits in den Boden eingelassenen Spikes lässt sich der Berlina RC7 bequem zugänglich und werkzeuglos erhöhen. Eine optionale Stein platte kann als monumentale Basis hinzubestellt werden.

Je nach Kundenwunsch werden die Lautsprecher wahlweise mit einem Keramikhochtöner von der Manufaktur Accuton oder einem Diamant-Hochtöner bestückt. Technisch unterscheiden sich beide Kalottensysteme vorrangig in der erhöhten Resonanzstabilität, die die Diamanten bieten. Die Resonanzfrequenz der Diamantvariante liegt deutlich außerhalb des Hörbereiches und wirkt nicht direkt auf das Verzerrungsverhalten, woraus sich im Allgemeinen eine noch feinere Aufl ösung ergibt. Dieser Zugewinn ist mit weiteren 6 000 Euro pro Paar zu veranschlagen.
 
Aufgrund der vorbereiteten Upgrade-Fähigkeit der Isophon-Lautsprecher können diese auch noch zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden. Verglichen mit den Vorgängermodellen sind beide Hochtöner mit neuen Magneten ausgestattet, die für eine höhere Dynamik und klangliche Auflösung sorgen. Die Tief- und Mitteltoneinheiten arbeiten auf der bei Isophon bewährten Keramikmembran basis und werden bruchsicher mit Gittern geschützt. Der von 170 bis 3 400 Hertz (Hz) abstrahlende Mitteltöner wird im eigenen Gehäuse gegen stehende Wellen mit Schafwolle und dem kevlarähnlichen Material Twaron bedämpft.
 
Der Arbeitsbereich bis zur unteren Grenzfrequenz von 33 Hz wird pro Chassis von drei 17-cm-Bässen übernommen, die zur gleichmäßigen Raumanregung Unterstützung von zwei Bassreflexports bekommen. Sollte es doch einmal zu viel oder gar zu wenig des Guten sein, bietet der Lautsprecher eine Raum anpassung, die sich je nach Musikmaterial individuell abstimmen lässt. Die vergoldete Steckbrücke befindet sich über dem WBT-Single-Wiring-Terminal und ist dreistufig einstellbar von -1,5 Dezibel (dB) über neutral bis +1,5 dB. Auf Kundenwunsch und gegen Aufpreis sind die Isophon-Lautsprecher auch mit einem Bi-Wiring-Terminal erhältlich.

Gleichfalls innovativ ist die vom Bund geförderte Entwicklung im Inneren des Berlina, in dem sich die weltweit erste vollsymmetrische Frequenzweiche befindet. Die mit 37 Mundorf/Intertechnik-Bauteilen versehene Mittelhochtonweiche besitzt eine Flankensteilheit von über 50 dB pro Oktave, was für eine verzerrungsfreie Wiedergabe ohne Dynamikeinschränkungen sorgt.
 
Während sich die Bassfrequenz weiche im Bassgehäuse befindet, ist die Mittelhochtonvariante darunter in einer eigenen abgetrennten Kammer im Fuß des Chassis untergebracht. Damit wird grundsätzlich vermieden, dass die Schallenergie eine Krafteinwirkung auf die Bauteile vornehmen kann. Auch für eine ausreichende thermische Stabilität wurde an dieser Stelle gesorgt.

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