So viel kostet CI Plus

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Jedes Gerät kostet 0,05 Euro

April 2009 – Der Nachfolger von Common Interface 1.0 (CI), CI Plus, wird heiß diskutiert. Auf dem Diskussionsforum „Digitale Plattformen“ des Auerbach Verlags wurde deutlich, dass noch einige Fragen zu klären sind und auch nicht jedem die möglichen technischen Restriktionen des Nachfolgers CI Plus gefallen. Der breite Konsens für eine Schnittstelle, die die Anforderungen der Regulierung und Rechteinhaber erfüllt, war jedoch unübersehbar.

Der Nachfolger des CI-Plus-Forums, die CI Plus LLP, hat neben den Spezifikationen zum Standard auch die Lizenzkosten für dessen Verwendung veröffentlicht. Pro Lizenz werden einmalig 15 000 Euro verlangt, ganz gleich, ob es sich um die Lizenz für eine Set-Top-Box oder ein CI-Plus-Modul handelt. Darüber hinaus werden pro Unternehmen jährlich weitere 15 000 Euro erhoben. Die Registrierung kostet 5 000 Euro.

Fünf Cent pro Gerät

CI Plus LLP berechnet zudem 500 Euro für die Verwendung von 10 000 Codes und digitalen Zertifikaten. Pro Gerät dürfen laut Vertrag nur jeweils ein Code und ein Zertifikat genutzt werden, sodass die Lizenzgebühr bei 0,05 Euro pro CI-Plus-Produkt liegt. Der Versand dieser Daten wird mit 200 Euro berechnet. Abe Peled, CEO von NDS, bezeichnete diese Lizenzgebühren bereits als zu teuer. Auch der Modulproduzent Smit gab sich gegenüber unserer Redaktion verwundert über die Kosten, seien nach Angaben des CAM-Herstellers doch zunächst nur Gebühren in symbolischer Höhe geplant gewesen.
 
Dies sind aber eher die Ausnahmen. „Wir halten die Lizenzkosten wirklich nicht für problematisch“, entgegnet Holger Ippach, Senior Vice President Sales Northern & Central Europe bei Nagravision. „Die Kosten sowohl für die jährliche Lizenz als auch für die Registrierung einer Produktfamilie bewegen sich durchaus im üblichen Rahmen“, ergänzt Gerhard Schaas, Technikvorstand der Loewe AG. Allerdings bedeutet dies nicht, dass CI Plus nicht zu einer Verteuerung der Produkte führen kann.
 
„Es werden darüber hinaus Aufwendungen zum einen für die Lizenzierung des MHEG-Stacks notwendig und zum anderen für eine etwas aufwendigere Hardware“, erklärt Schaas. Volker Blume, Technischer Produktmanager Television bei Philips, hofft auf den Erfolg von CI Plus. „Mit einer hohen Stückzahl von Geräten relativiert sich der Fixkostenanteil signifikant“, so Blume. 

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