Bringt Fox die SciFi-Kultserie „Firefly“ zurück?

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© Fox

Die Serie von Schöpfer Joss Whedon avancierte Anfang des Jahrtausend zur großen Hoffnung unter den Fans der futuristischen Fiktion – um dann nach nur 11 Folgen wieder in der Versenkung zu verschwinden. Nun zeichnet sich ab, dass die Geschichte bei Fox eine weitere Chance bekommen könnte.

Science Fiction mit Elementen des wilden Westens – ein interessantes wie eigenwilliges Crossover, das beizeiten auch Erfolgsregisseur Steven Spielberg beschäftigte. Die Geschichte um das Raumschiff „Serenity“ und seine Crew wurde zum Entsetzen vieler glühender Verehrer nach nur einer verkürzten Staffel von „Firefly“ jedoch wieder eingemottet. Eine Entscheidung, die der kurz nach der Jahrtausendwende schnell herangewachsenen Fangemeinde bis heute sauer aufstößt.

Das schwere Schicksal wegweisender TV-Formate

Weitere Beispiele richtungsweisender Serien, wie das der Comedy-Satire „Community“ von Dan Harmon, dem späteren Schöpfer des Anarcho-Cartoongespanns „Rick and Morty“, zeigen allerdings: Die Qualität einer Serie sagt nicht zwingend etwas über deren ungefährdete Langlebigkeit aus. So wurde auch die opulente Netflix-Serienverfilmung um Asien-Abenteurer „Marco Polo“ aufgrund zu hoher Kosten trotz bestehendem Cliffhanger in der Story unverrichteter Dinge nach der zweiten Staffel wieder eingestampft. Das berühmteste Beispiel einer Kultserie in Dauerschwebe dürfte jedoch Gene Roddenberrys legendäres „Star Trek“ mit William Shatner und Leonard Nimoy sein: Trotz oder gerade wegen ihres revolutionären Charakters kämpfte die Produktion vor einem halben Jahrhundert ständig mit der Absetzung und brachte es zu guter Letzt nur auf insgesamt drei Staffeln.

Für viele der stiefmütterlich behandelten Formate ging es dann trotzdem weiter – wenn auch nicht immer umgehend oder im Sinne der Fans: „Star Trek“ musste fast zwei Jahrzehnte auf seine „Next Generation“ warten und „Community“ ging nach der Entlassung seines genialen Erfinders Dan Harmon der bissig-hintergründige Humor vollends ab. Zudem hatten wichtige Zugpferde wie Kultkomiker Chevy Chase und das damals noch recht unbekannte Multitalent Donald Glover den Cast bereits verlassen, als Yahoo die Show für eine sechste Staffel übernahm. Diese sollte dann auch die letzte bleiben.

Fox lässt Fans hellhörig werden

Wie stehen also die Chancen für „Firefly“ – eine Show, deren Schicksal längst als besiegelt galt? Seit der einzig bisher exisiterenden Staffel und dem 2005 gefolgten Film „Serenity“ ist die im 26. Jahrhundert angesiedelte Geschichte als unvollendet in selbige eingegangen.

Zumindest bis jetzt: „Wann immer wir einen unserer Klassiker betrachten, stellen wir uns die Frage, ob eine zeitgemäße Weiterentwicklung oder Fortsetzung möglich ist“ sagte Fox-Entertainment-Chef Michael Thorne kürzlich zu „TheWrap“ im Bezug auf die Serie, nachdem der damalige Produzent von „Firefly“ bei Twitter mit einem Posting Spekulationen bezüglich eines Reboots unter Fans angeheizt hatte.

Zweifel hegte Thorne jedoch an einem Wiedersehen mit allen bekannten Gesichtern der Besatzung des Raumschiffs „Serenity“ – sämtliche Darsteller wieder an Bord zu bekommen, sei „unwahrscheinlich“. Jedoch sei er für eine Fortsetzung des Projekts als zehnteilige Mini-Serie durchaus offen. Gibt es seitens Fox also doch noch eine späte Versöhnung mit den damals nachhaltig vergrätzten Fans von Joss Whedons „Firefly“? Nach den Aussagen von Michael Thorne scheint dies durchaus denkbar – und manche dieser Fans haben sicher jetzt schon Glühwürmchen im Bauch.

Bildquelle:

  • firefly: Fox

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