DAZN in Not: Streamingdienst will TV-Gelder einbehalten

39
2687
© DAZN
Anzeige

Der Streamingdienst DAZN will weltweit die Zahlungen an die Sportverbände stoppen. Das betreffe die fälligen Summen für abgesagte und verschobene Veranstaltungen, berichten die Branchendienste „Sportspromedia“ und „Sportbusinessdaily“.

Auch beim Personal solle gespart werden. Für einen Teil der Mitarbeiter hierzulande wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Kurzarbeit angemeldet.

In einer Stellungnahme vom Mittwoch hieß es: „Aufgrund der Auswirkungen von COVID-19 auf den Sport prüft DAZN eine Reihe von Maßnahmen, um es dem Unternehmen zu ermöglichen, diese schwierige Zeit zu überstehen und durchstarten zu können, sobald es wieder Live-Sport gibt.“ Zu Details wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

Auf Live-Sport spezialisierte Medienanbieter wie DAZN und Sky leiden besonders unter der Absage von Sportveranstaltungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus. Sie zeigen derzeit vor allem Dokumentationen und Aufzeichnungen früherer Fußballspiele.

DAZN bezeichnet sich selbst als „weltweit führender Sport-Streaming-Dienst“ und ist neun Ländern zu empfangen, darunter seit 2016 in Deutschland. Zum Angebot gehören unter anderem Spiele der Fußball-Bundesliga sowie der Champions und Europa League. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Großbritannien hatte noch Anfang März angekündigt, in diesem Jahr in mehr als 200 Länder und Regionen zu expandieren.

DAZN-Kunden mit einem Monats-Abonnement für 11,99 Euro können eine Vier-Monats-Pause einlegen oder sogar sofort kündigen. Zur Zahl der bisher erfolgten Kündigungen machte das Unternehmen keine Angaben. Anders sieht es beim Jahresvertrag für 119,99 Euro aus. „Ein Jahresabo kann nicht pausiert werden“, heißt es.

Bildquelle:

  • dazn: © DAZN

39 Kommentare im Forum

  1. Wieso sollte DAZN auch für Spiele der SeriaA zahlen, welche nicht stattfinden? Ist doch ein normales vorgehen, keine Leistung keine Zahlung.
  2. Was für ein Titel ... DAZN ist bestimmt viel, aber kaum "in Not" ... DAZN gehört Leonid Walentinowitsch Blawatnik ... der gute Mann hat ein "Barvermögen" von über 20.000.000.000,- USD ... zusätzlich zu Anteilen an diveren Firmen. Laut Forbes ist er Nummer 59 der reichsten Menschen. Er sagte selbst, dass ihm die Kosten egal sind und er DAZN auf jeden Fall über Jahre hinweg finanzieren würde. Dass man TV Gelder nicht zahlt, ist einfach nur logisch, da die Verträge entsprechend ausgestaltet wurden ... macht ja Sky auch so ... komischerweise titelt hier niemand "Sky in Not" ... obwohl die schon seit Jahren im Koma liegen ... sorry, Journalismus geht anders!
Alle Kommentare 39 im Forum anzeigen