DFL: Bundesliga setzt vorerst aus – „Geisterspiele“ sollen kommen

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Der Bundesliga-Spielbetrieb liegt auch im April weiter brach – das hat DFL-Chef Seifert gerade auf einer Pressekonferenz bestätigt. Ziel sei nun vorerst, „allen Klubs die Möglichkeit und die Zeit zu geben, die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu bewältigen.“

Wer nach der heutigen Tagung der DFL-Verantwortlichen auf ein erlösendes Signal im Hinblick auf die Fortsetzung der Bundesliga gewartet hat, wartete vergebens. Überraschend kam die Nachricht von DFL-Chef Christian Seifert, dass der Spielbetrieb bis Ende April eingestellt bleibt, allerdings keineswegs.

Vielmehr skizzierte Seifert ein weiteres Vorgehen nach Augenmaß angesichts einer derzeit noch unabsehbaren Corona-Entwicklung als Gebot der Stunde – und verwies mehrfach darauf, dass die finanziellen Nöte der Vereine durchaus im Fokus der weiteren Planungen und Maßnahmen der DFL stünden.

Das bedeutet zunächst konkret: Bei der Lizenzvergabe für kommende Spielzeit werde man im Hinblick auf die Liquidität der Vereine Ausnahmeregelungen geltend machen und auch die Strafen für entsprechende Verfehlungen wie Punktabzüge deutlich mildern. So sollen statt der standardmäßigen 9 Minuspunkte für Vereine in einer solchen Ausgangslage letztlich nur 3 Punkte abgezogen werden.

Auch wurde laut Seifert ein „verbindlicher medizinscher Leitfaden“ auf den Weg gebracht, der auch in Krisenzeiten eine Aufnahme des Mannschaftstrainings für Bundesligavereine unter sicheren Bedingungen noch in diesem Frühling gewährleisten soll. So soll dann auch die Perspektive einer Fortsetzung der Liga mit „Geisterspielen“ irgendwann möglich sein – viel Konkreteres dazu verlautbarte DFL-Chef Seifert aber auf der Pressekonerenz nicht.

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