RTL und N-TV zeigen heute erstes Triell zwischen Scholz, Baerbock und Laschet

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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) beim Wahl-Triell
© WDR/Land NRW
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Kann CDU-Kandidat Armin Laschet seine Partei vor der Bundestagswahl aus dem Rekord-Umfragetief herausdiskutieren? Auf RTL und N-TV läuft heute das die erste Debatte zwischen den drei Kanzlerkandidaten.

Das TV-Duell zweier Kanzlerkandidaten gehört in Deutschland zu den wichtigsten Momenten im Wahlkampf. Es gab schon einige Zweikämpfe – zum Beispiel Schröder gegen Stoiber, Schröder gegen Merkel oder zuletzt Merkel gegen Schulz. Jeder Wimpernschlag, jede Schweißperle, jede Sekunde, die es für eine Antwort zu lange braucht – TV-Kameras nahmen es für Millionen auf. Doch dieses Mal wird vieles anders sein, als das, was die Deutschen bislang gewohnt waren. Das Duell ist kein Duell mehr.

Drei Trielle vor der Bundestagswahl

Gleich drei Mal werden vor der Bundestagswahl am 26. September die drei Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) in Redekämpfen bei großen Fernsehsendern aufeinandertreffen. Triell – das Wort ist in aller Munde. Der Duden führt es gar nicht in seiner Liste:“Es handelt sich um eine Neuschöpfung“, heißt es von Verlagsseite.

Am heutigen Sonntag (29. August, 20.10 Uhr bis 22.00 Uhr) werden die privaten Sender RTL und ntv, die zu einer Senderfamilie gehören, knapp zwei Stunden lang das erste Triell in einem Berliner Studio live im TV-Programm und online zeigen. Das Moderatoren-Team besteht aus der ehemaligen „Tagesthemen“-Moderatorin und RTL-Neuzugang Pinar Atalay und RTL-Nachrichten-Anchorman Peter Kloeppel. Im Anschluss gibt es eine Nachbesprechung unter anderem mit Fernsehmoderator Günther Jauch als Gast, wie RTL am Freitag ankündigte.

„Öffis“ und ProSiebenSat.1 ziehen nach

Im September werden ARD und ZDF und dann noch einmal die Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabeleins, die zu einer Gruppe gehören, mit eigenen Triellen folgen. Bislang war es so, dass sich private wie öffentlich-rechtliche Sender zu einem großen TV-Duell zusammenschließen mussten – da standen dann vier Moderatoren zwei Kandidaten gegenüber. Das galt eher als Kompromiss als eine Traumkonstellation. Dieses Mal können die Sender ein eigenes Profil zeigen.

Bildquelle:

  • armin-laschet: WDR

30 Kommentare im Forum

  1. Mal abwarten, ob nicht noch ganz andere nach der Wahl den Kanzler stellen könnten. Man sollte die Farbe zwischen rot und grün nicht unterschätzen. Ich würde es extrem witzig finden.:ROFLMAO::ROFLMAO:
  2. Da werde ich das erste Mal seit langer Zeit mal wieder bei RTL (HD habe ich nicht) reinschauen. Mal sehen, wie sich die beiden B-Kandidaten gegen den A-Kandidat Scholz schlagen, wobei der ja nicht gerade ein überkochendes Temperament hat. Mal sehen, wer die größten (Baer)böcke schießt. Das Gendern habe ich mir bewusst gespart.
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