„Tatort“-Jubiläumssaison beginnt heute mit Wiener Ermittlern

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Heute geht die neue Saison, in die das 50. Jubiläum der Reihe fällt, mit einem Wiener „Tatort“ los. Was die Zuschauer 2020 alles noch erwartet:

Der Lokführer ahnt es als Erster. „Das war kein Selbstmörder“, sagt er zu den zweifelnden Kommissaren über den Mann, der von seinem Zug gerade zerstückelt wurde. Auch beim Anblick der Leiche schlürfen Adele Neuhauser als Majorin Bibi Fellner und Harald Krassnitzer als Oberstleutnant Moritz Eisner ihren Kaffee und kauen auf einem Hörnchen. Der Tote ist ein 23 Jahre alter arbeitsloser Muskelprotz aus dem Kosovo, der seinen Aston Martin Sportwagen liebte. „Schon tragisch, wenn einer so ein Autonarr ist und dann von einem Zug überrollt wird“, sagt Eisner lapidar. Das in diesem Moment eher überschaubare Interesse der beiden österreichischen „Tatort“-Kommissare an dem neuen Fall ändert sich schnell. Schnörkellos erzählt die „Tatort“-Folge „Pumpen“ heute, ab 20.15 Uhr im Ersten, eine durchaus komplexe Geschichte.

Einige Dreharbeiten zu Deutschlands beliebtester TV-Reihe „Tatort“ wurden in der Corona-Krise unterbrochen. Ob alle Krimis rechtzeitig fertig werden, blieb lange unsicher. Nach dreimonatiger Sommerpause und vielen alten Wunsch-„Tatorten“ im Ersten geht es nun wieder los mit neuen Sonntagskrimis – und zwar in eine Jubiläumssaison. Am 29. November ist es ein halbes Jahrhundert her, dass der erste „Tatort: Taxi nach Leipzig“ im Deutschen Fernsehen gezeigt wurde. In der neuen Saison feiert außerdem Zürich im Oktober seine Premiere als „Tatort“-Stadt (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).

Angesichts der Corona-Krise müssen sich „Tatort“-Fans bislang keine Sorgen über fehlenden Nachschub machen. Nach derzeitiger ARD-Planung stehen genug Filme bis Ende des Jahres zur Verfügung. Der erste Fall der neuen Saison 20/21 ist am heutigen 6. September der eirwähnte Fall „Pumpen“ aus Österreich.

Doppel-„Tatort“ aus München und Dortmund zum 50. Jubiläum

Gut zwei Monate später begeht die beliebteste deutsche Fernsehreihe dann ihren 50. Geburtstag mit einem Doppelkrimi, in dem die Teams aus München und Dortmund gemeinsam ermitteln. Beim Ruhrgebietskrimi ist es nach acht Jahren auch der Abschied für Schauspielerin Aylin Tezel.

Der sogenannte Crossover-„Tatort“ zum 50. Jubiläum stand wegen der Corona-Krise wochenlang auf der Kippe, weil er beim Virusausbruch noch nicht fertig war. Der Dreh des Zweiteilers „In der Familie“ konnte aber schließlich beendet werden. Das Drehbuch stammt von Bernd Lange („Requiem“, „Tatort: Goldbach“). Regie führten Dominik Graf, der schon für das 25. Jubiläum mit dem „Tatort: Frau Bu lacht“ engagiert worden war, sowie Pia Strietmann („Endlich Witwer“).

Was bis Ende 2020 sonst noch anliegt: Im September geht es am kommenden Wochenende mit einem „Tatort“ aus Frankfurt weiter. Im Krimi „Funkstille“ geht es laut HR um den Tod eines 19-Jährigen in einer alten Fabrikhalle und mögliche Verwicklungen einer Amerikanerin (gespielt von Tessa Mittelstaedt, Ex-Assistentin im Kölner „Tatort“). Aus Kiel (Axel Milberg und Almila Bagriacik), Hamburg (Til SChweiger und Fahri Yardim), Hamburg und Umgebung (Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring), Göttingen (Maria Furtwängler und Florence Kasumba), Weimar (Tschirner und Ulmen), Köln (Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär, Saarbrücken (Daniel Sträßer und Vladimir Burlakov), Bremen, Franken und wahrscheinlich auch Ludwigshafen (Ulrike Folkerts) wird es 2020 keine „Tatorte“ mehr geben. Der dritte Auftritt von Heike Makatsch (Freiburg und Mainz) verschiebt sich Corona-bedingt auf 2021.

Zumindest sind vom Publikumsliebling aus Münster in diesem Jahr laut WDR noch zwei Fälle mit Thiel und Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) zu sehen. Eine genaue Auflistung aller „Tatort“-Teams folgt in Kürze.

[Matthias Röder, Gregor Tholl, bey]

Bildquelle:

  • df-tatort-wien: rbb/ORF/Ali Schafler

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