TV-Rechte: Bundesliga-Clubs bekommen weniger Geld

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Bild: © victor217 - Fotolia.com
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Das Wettbieten um die Übertragungsrechte für die Spiele der deutschen Bundesligen endet mit einem enttäuschenden Ergebnis für die DFL – nach Mindereinnahmen durch Geisterspiele gibt es nun auch weniger TV-Gelder.

Nachdem sich US-Handelsriese Amazon nach dem Corona-Lockdown bereits als aussichtsreicher Kandidat für zukünftige Übertragungen ins Spiel gebracht hatte, ließ neben dem Tech-Konzern wohl auch die Deutsche Telekom bei der Versteigerung der Rechte dann doch Zurückhaltung walten – dementsprechend stieg die Endsumme wohl nicht wie von der DFL erhofft.

Tatsächlich sollen die Gesamteinnahmen für die ausgeschriebenen Rechtepakete laut „Kicker“-Informationen sogar niedriger ausfallen als für die vorherigen Spielzeiten. Spekulierte man vor der Krise noch über einen Erlös von 5,4 Milliarden Euro, müssen sich die DFL-Clubs nun wohl mit einer Summe zwischen 4,2 und 4,4 Milliarden für vier Jahre zufrieden geben.

Diese Entwicklung soll nun zu einer Aufhebung des bislang progressiv über vier Jahre gestaffelten Auszahlungsmodells führen. So sollen die Vereine die Belastung durch die nun zurückgehenden Einnahmen leichter abfedern können. Einen Rückgang der Einnahmen durch TV-Rechteverkäufe hat es für die DFL seit der Kirch-Insolvenz vor 18 Jahren nicht mehr gegeben – und das könnte sich nun durchaus auch auf die Transferpolitik der Vereine auswirken. So reagierte Bayern-Präsident Oliver Kahn im TV-Interview mit Kathrin Müller-Hohenstein bereits eher ausweichend auf eine Frage zum lange erwarteten Sané-Transfer; und auch andere Clubs werden angesichts hoher Spielergehälter und happiger Transfersummen gegebenenfalls umplanen müssen.

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43 Kommentare im Forum

  1. Dann muss eben der Bund paar Corona Hilfen locker machen. Ich mein Bayern ohne Sané oder noch schlimmer Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Geht garnicht.
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