
- Hintergrund Achtung, Laser!
- Laser-Display-Technik
erstellt am 10.01.2012 von Christian Hill, Christian Trozinski
Noch steckt die Einführung der Laser-Display-Technik hierzulande in der Planungsphase, doch die Strom sparende Technik könnte schon bald Realität werden.
Mit dem Begriff Laser assoziiert man hierzulande Showeffekte, kleine stiftähnliche Zeigeinstrumente, Augenoperationen oder optische Laufwerke für CD oder Blu-ray. Doch kaum jemand verbindet damit den Fernsehabend in den eigenen vier Wänden. Mitsubishi will Abhilfe schaffen und wagt mit der Laser-Display-Technik voraussichtlich den Sprung auf den Europäischen Markt. Bereits im kommenden Frühjahr sollen entsprechende Displays in XXL-Bildgröße erhältlich sein.
Zurück in die Zukunft
Das Grundprinzip des Laser-Displays ist nicht neu, es beruht auf der Rückprojektionstechnik, die bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rückprojektions-TVs arbeitet keine UHP-Lampe im Inneren, sondern Laser, weshalb stetige Lampenwechsel entfallen und die Energieeffizienz steigt. Der Bildaufbau wird vom eigentlichen Herzstück des Gerätes, einem DLP-Chip von Texas Instruments, übernommen. Hier horchen Projektorenkenner auf, denn dieser Chip sorgt schon in Heimkinobeamern für scharfe und detailreiche Bilder.

- … aufgrund der Verwandtschaft zur Rückprojektion ist die Bautiefe dagegen nicht unerheblich. Dafür spielt die integrierte Soundbar die Vorteile des Gehäusevolumens ausBild: Mitsubishi
Der Unterschied: Im Laser-Display kommen drei Laser in den Grundfarben Rot, Grün und Blau zum Einsatz, was mehrere Vorteile bietet. Neben der nahezu unbegrenzten Haltbarkeit sowie der exzellenten Energieeffizienz deckt die Lichtquelle ein breites Farbspektrum ab. Zudem entfällt das bei Single-DLP-Projektoren eingesetzte Farbrad, was der Bildhelligkeit zugutekommt. Auch optisch machen die Laser-Displays einiges her, denn der Bildrahmen ist nur wenige Millimeter dick.
Perfekt für 2D und 3D
Das Licht der Laser wird auf den DLP-Chip gerichtet, der die farbigen Lichtanteile reflektiert. Die zwei Millionen Mikrospiegel auf dem DLP-Chip können mehrere tausend Mal pro Sekunde geschaltet werden, sodass ein schneller und flüssiger Bildaufbau gewährleistet wird.
Der Chip erzeugt das Bild, indem das Laserlicht gezielt auf eine spezielle Kunststofffläche, den eigentlichen Bildschirm, gelenkt wird. Soll ein schwarzer Bildpunkt dargestellt werden, lenken die Minispiegel das Licht einfach vom Display weg.
Das Ergebnis ist eine optimale Helligkeit, vergleichbar mit aktuellen LED-LCDs, und eine satte Schwarzdarstellung, vergleichbar mit aktuellen Plasma-TVs. Hinzu kommt die hohe Bildschärfe, denn das Laser-Display arbeitet mit einer Wiederholfrequenz von 120 Hertz. Diese Geschwindigkeit macht das Gerät uneingeschränkt 3D-fähig.
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.



















