Star Trek: Picard – Staffel 3: Ist es nun endlich mal gut?

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Star Trek Picard Staffel 3 Jean-Luc Picard, William Riker, Geordi LaForge, Michael Dorn, Gates McFadden gezeichnet, im Hintergrund ein Raumschiff
Bild: Paramount

Die 3. Staffel von „Star Trek: Picard“ überrascht: Viele Trek-Fans hatten das Spinoff rund um den von Sir Patrick Stewart schon abgeschrieben. Deshalb sollte man den neuen Folgen noch mal eine Chance geben.

Mit seiner 3. Staffel verabschiedet sich Sir Patrick Stewart wohl endgültig in den Sternenflotten-Ruhestand. Für seinen letzten Auftritt als „Picard“ in der gleichnamigen „Star Trek“-Serie wurde dann nochmal fast die gesamte Hauptdarsteller-Riege der Kultserie „Star Trek: Das nächste Jahrhundert“ versammelt – und die meisten resignierten Trekkies erwarteten nicht mehr als müden Fan-Service zum Abschluss einer Serie, die so wohl wirklich niemand gebraucht hatte.

Man wünschte dem mittlerweile tattrig wirkenden Patrick Stewart angesichts seiner vielen Verdienste eigentlich ob der kaugummizähen Drehbücher, der peinlichen Nabelschau zur traumatischen Vergangenheit von Picard, den fürchterlichen Dialogzeilen und uninspiriererten Settings irgendwelcher Kellerkneipen in der Quasi-Jetztzeit nur noch die finale Klappe bei dem Projekt.

Und dann das: Staffel 3 von „Picard“ ist zwar immer noch langsamer als die alte Trek-Serie, aber spielt sich plötzlich wieder auf Föderations-Raumschiffen ab. Darüber hinaus wird mit Amanda Plummer bereits in der zweiten Folge eine völlig durchgedrehte aber mächtige Gegenspielerin für den alten Admiral präsentiert, bei der man sich auf mehr Bildschirmzeit freut.

Das erinnert an den knisternden Antagonismus zwischen Captain Kirk, Eugenik-Krieger Khan und dessen titelgebenden Zorn in einem der besten „Star Trek“-Kinofilme bis Dato. Es fühlt sich also wieder ein bisschen nach „Star Trek“ an, was bei Amazon Prime Video und Paramount+ in Deutschland zur Zeit als finale Staffel von „Picard“ wöchentlich jeden Freitag mit einer neuen Folge erscheint.

Picard kehrt in der 3. Staffel endlich in den Weltraum zurück

Der Weltraum, unendliche Weiten – da schickt das unsterbliche TV-Franchise „Star Trek“ die Sternenflotte der Föderation seit knapp 60 Jahren hin. Nur war davon in der 2. Staffel von „Star Trek: Picard“ leider fast gar nichts mehr übrig. Mit einem unglücklich zusammengewürfelten Haufen völlig uninteressanter neuer Sidekicks rentnerte sich Jean-Luc stattdessen rückwärts durch die Zeit, um an irgendwelchen beliebigen Schauplätzen weit abseits der Sterne wirren Handlungssträngen zu folgen.

Endlich zurück bei den Raumnebeln und Mysterien der Galaxie, darf Picard in seiner 3. und letzten Staffel wohl nun nicht nur endlich wieder mal einem klaren Widersacher begegnen, sondern als großen Salut an die legendäre Ursprungsserie noch einmal auf Dr. Crusher, Worf, Will Riker und Geordi LaForge treffen.

Wenn das Serienfinale dem in den neuen Folgen angeschlagenen Ton weiter treu bleiben kann, wird „Star Trek: Picard“ – wenn auch sicher kein Meilenstein des Franchise – in deutlich weniger schlechter Erinnerung bleiben, als bisher zu befürchten war. Wer zuvor bereits resigniert hatte, sollte sich an dieser Stelle vielleicht noch mal einen Ruck geben, und Jean-Luc zusammen mit den alten Freunden von Brücke und Maschinenraum der alten Enterprise D verabschieden.

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Bildquelle:

  • picard-staffel3: Paramount

25 Kommentare im Forum

  1. Tatsächlich war die erste Folge der dritten Staffel schon gut und das steigerte sich sogar noch bis zur dritten Folge...
  2. Wäre das aktuelle Niveau schon bei Staffel 1+2 gewesen……Jedenfalls mir gefällt die 3. Staffel bis jetzt.
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