Trick: So funktioniert 1 Gbit mit der alten Kabel-Fritzbox 6490

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Offiziell dürfen Vodafone-Kunden, die die aktuell maximale Downloadgeschwindigkeit von 1 Gbit/s gebucht haben, nur neue DOCSIS 3.1-Modems nutzen. Es klappt aber auch mit der 6490.

In den Kabelnetzen werden derzeit zwei verschiedene Übertragungsstandards für Kabel-Internet eingesetzt: Die Tarife mit den Download-Geschwindigkeiten 50, 100, 250 und 500 Mbit/s werden bei den Bestandskunden noch mit dem älteren Euro-DOCSIS 3.0 Standard realisiert. Neukunden, insbesondere wenn ein 1 Gbit/s schneller Kabel-Internetanschluss gebucht wird, werden mit dem neueren Standard DOCSIS 3.1 versorgt. Dieser ist um einiges effizienter als sein Vorgänger und kann mehr Mbit/s pro MHz im Kabel übertragen. Dies ist auch dringend notwendig, da immer mehr Haushalte zum Kabel-Internet wechseln und immer höhere Bandbreiten abrufen. Kabel-Internet ist ein Shared-Medium, bei dem sich alle Kunden eines Versorgungsgebietes eine gewisse Internet-Bandbreite teilen. Im Upload bietet Vodafone aktuell bis zu 50 Mbit/s an, hier kommt bisher ausschließlich nur Euro-DOCSIS 3.0 zum Einsatz.

Fritzbox 6591 ist Quasi-Nachfolger der 6490

Kunden, die sich in der Vergangenheit eine Fritzbox 6490 gekauft haben und nun in den 1 Gbit/s-Tarif wechseln, können diese erst einmal weiternutzen. Auch wenn dies Vodafone offiziell ausschließt und den Wechsel zum kostenlosen, aber qualitativ viel schlechteren Vodafone-Kabelrouter mit DOCSIS 3.1 empfiehlt. Alternativ kann die Fritzbox 6591 von Vodafone gemietet werden. Diese ist aber in der Software eingeschränkt. Es lassen sich beispielsweise keinen anderen Telefonieanbieter einstellen und Firmwareupdates stehen bei Mietboxen oft erst nach Monaten zur Verfügung. Im Handel gibt es die beiden Fritzbox-Modelle 6591 (WLAN im WiFi 5-Standard sowie interner S0-Bus für ISDN-Telefone) und 6660 (WLAN im WiFi 6-Standard, 2,5 GHz schnelle Netzwerkbuchsen), die bereits DOCSIS 3.1 beherrschen.

Gerne sieht es Vodafone nicht, wenn Gigabit-Anschlüsse noch mit alten 6490-Fritzboxen betrieben werden. Denn damit laufen die Kabel-Cluster schneller in die Vollauslastung. Auch funktioniert dies nur noch so lange, bis die letzten Kunden von Euro-DOCSIS 3.0 auf DOCSIS 3.1 im lokalen Kabelcluster umgestellt sind. Aber das kann noch Jahre dauern.

Bildquelle:

  • AVM Fritz OS: AVM

11 Kommentare im Forum

  1. Einfach die alte Box behalten. Was, wenn VF die kostenlos austauscht? Außerdem warum sollte man Bandbreiteneinbrüche riskieren?
  2. Was für ein Mieser Click Bait. Das klappt eben nicht mit der 1000er, weil die Box bei ca 700-800 Mbits zu macht, sie kann einfach nicht mehr Verarbeiten weil dem SoC die Puste ausgeht. Daran sieht man mal wieder das DF gar nichts selbst getestet hat.
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