10 Jahre ohne analoges TV: Satelliten-Empfang gefragter denn je

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Satellit Sat-Schüssel; © Alexander Yakovlev - Fotolia.com
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Vor zehn Jahren, am 30. April 2012, erfolgte die Abschaltung der analogen Ausstrahlung über die Astra-Satelliten (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Damit war das Ökosystem der Satelliten-Übertragung erneut Vorreiter beim Einsatz moderner Technologien. Wichtige Akteure bei der Umstellung auf rein digitale Übertragung waren 2012 der Fachhandel und die Installationsbetriebe.

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Sie sorgten dafür, dass in keinem Haushalt der Bildschirm dunkel bleiben musste, allen voran die Partnerbetriebe der AG SAT. Der Umstieg auf digitales Fernsehen bot nur Vorteile: die erheblich bessere Bild- und Tonqualität, die Verfügbarkeit von HDTV und eine größere Programmvielfalt. Dazu gehören viele Spartenprogramme und internationale Sender sowie alle Landes- und Regionalprogramme der ARD (Dritte Programme) und die Regionalfenster bei Sat.1 und RTL. Nach der Analogabschaltung erfolgte bei ARD und ZDF zudem die Umstellung weiterer Sender ihrer Programmfamilien auf HDTV.

Zehn Jahre nach der Abschaltung der analogen Übertragung ist der Satelliten-Empfang attraktiver und gefragter denn je. So kann die Kombination von Satelliten-Empfang und Signal-Verteilung über Glasfasernetze wesentlich zum Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze beitragen. Diese Leistungsfähigkeit ist die Basis für die Zukunft des Satelliten-Empfangs. Damit wird der Satelliten-Empfang auch weiterhin auf lange Sicht die erste Wahl für die Signalübertragung bleiben.

Satelliten-Empfang in Kombination mit Glasfasernetzen der Königsweg

Dazu Matthias Dienst, Vorsitzender des Vorstands der AG SAT e.V: „Der Satelliten-Empfang in Kombination mit Glasfasernetzen stellt für mich den Königsweg dar. Das Übertragungsmedium Glasfaser bietet unbestritten die besten Bandbreiten und die Übertragung via Satellit die meisten Vorteile. Dazu gehört nach wie vor ein Maximum an Programmversorgung von SD- bis UHD-Bildqualität bei vergleichsweise geringem Energie-Verbrauch. Darunter sind auch Angebote, bei denen weder Gebühr noch Vertragsverhältnis erforderlich sind. Zudem lassen sich der persönliche CO₂-Fußabdruck mit Sat-TV optimieren und die Datenkapazität im Internet für wichtigere Anwendungen freihalten.“

Heute ist der Satelliten-Empfang das zuverlässige Rückgrat der Übertragungstechnik, besonders in Situationen in denen der Informationsbedarf hoch und aktuelle Berichte besonders gefragt sind. Dabei bewährt sich die auf eine ständige Verfügbarkeit ausgelegte Sende-Infrastruktur der klassischen Übertragungswege. Speziell der Satelliten-Empfang empfiehlt sich aufgrund seiner gegenüber allen anderen Empfangsarten herausragenden Programmvielfalt in jeder Qualitätsstufe – sowohl in Standard-, als auch in HD- und Ultra HD-Qualität.

Vorteil Nachhaltigkeit

Dazu kommt ein weiterer Aspekt: Die Nachhaltigkeit, besonders im Vergleich zu Streaming. Beim Streaming muss für jeden Nutzer ein separates Signal generiert und über das Internet übertragen werden (sogenannte one-to-one-Verbindung). Das Streaming-Volumen erfordert eine große Menge des zur Verfügung stehenden Datenvolumens. Beim Satelliten-TV werden im Gegensatz dazu mit nur einem Signal viele Millionen Haushalte versorgt (one-to-many-Verbindung) und das über Ländergrenzen hinweg.

Wenn das Internet als Übertragungsweg nicht nur für die Unterhaltung im Einsatz ist, sondern die Kapazitäten auch für Homeoffice- und Distanzunterricht-Anbindungen benötigt werden, sind die klassischen, internetunabhängigen TV-Übertragungswege mehr denn je gefragt.

Quelle: AG SAT

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  • Satellit-Sat-Schuessel-2: © Alexander Yakovlev - Fotolia.com
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285 Kommentare im Forum

  1. Man hat aber vor 10 Jahren einen entscheidenden Fehler gemacht. Man hätte gleichzeitig zur Analogabschaltung billige Digitalreceiver, die ausschließlich SD-fähig waren, vom Markt nehmen sollen und den Übergang der Analogzuschauer nahtlos auf Digital HD realisieren müssen! Dies hätte die HD-Ausstrahlung der Free-TV Sender viel schneller zum -unverschlüsselten!- Standard in Deutschland gemacht und neben der Satellitenübertragung auch Signalwirkung auf das Kabel-TV gehabt, wo beim größten Anbieter Kabel Deutschland (heute Vodafone) noch sehr viel länger in einem üblen "Plattformstandard" gesendet wurde. Stattdessen ärgern wir uns heute mit in HD grundverschlüsselten Privatsendern herum, die ohnehin immer mehr Zuschauer und damit Marktanteile verlieren und deshalb neue Geschäftsfelder und Verbreitungsformen suchen. Lineares Fernsehen verliert an Bedeutung, das müsste aber nicht sein, wenn nicht so viel verschlüsselt würde! Man will es nicht einsehen und schaufelt sich langfristig sein eigenes Grab - zumindest, was das klassische, lineare "Werbefernsehen" betrifft.
  2. Naja, die Sender in HD sind aber auch auf den neuen Plattformen verschlüsselt. Jeder will die Kuh melken, solange sie noch steht. Ansonsten kommt doch alle paar Tage zu einer Meldung dieser Art. Mal stirbt das eine, mal nimmt das andere zu und ein paar Tage später ist es genau umgekehrt.
  3. Das mag vielleicht zutreffen, jedoch sind es gerade die jüngeren, die keinerlei Wert auf Bild- und Soundqualität legen. Ich kenne so viele, die gar kein TV und auch keine Hifi-Anlage besitzen. Die schauen über Laptop oder Tablet und haben im Höchstfall ein oder zwei Bluetooth-Brüllwürfel in Betrieb.
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