ARD-Spielplan 2022/23 vorgestellt – einige Highlights dabei

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Die ARD hat zahlreiche Produktionen im Spielplan für 2022/23, die anders sind, einen neuen Blick wagen und sich an schwere Themen herantrauen. Darunter ist die hochkarätig besetzte Fußball-Gefängnis-Serie von Katja Eichinger und Kida Khodr Ramadan.

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Eine Gefängnisserie von Kida Khodr Ramadan, eine deutsch-norwegische Thrillerserie mit Heino Ferch und die zweite Staffel der beliebten Impro-Serie über den windigen Paartherapeuten Kranitz – die ARD hat für die kommenden Monate und das kommende Jahr viele Fernseh-Höhepunkte geplant. „Für alle Fans der schrägen Impro-Serie haben wir eine gute Nachricht. Und zwar: Es geht weiter!“, sagte ARD-Degeto-Redaktionsleiter Christoph Pellander am Freitag in Hamburg. So sollen die neuen Episoden der mit dem Grimmepreis nominierten Comedyserie „Kranitz – Bei Trennung Geld zurück“ von und mit Jan Georg Schütte noch im Herbst ausgestrahlt werden. Bjarne Mädel als Auftragskiller wird wieder mit dabei sein.

ARD-Spielplan 2022/23 sieht deutsch-norwegische Thrillerserie mit Heino Ferch und „Kranitz“-Comeback vor

Kranitz - Bei Trennung Geld zurück
Jan Georg Schütte und Bjarne Mädel in „Kranitz – Bei Trennung Geld zurück!“. © ARD Degeto/NDR/Thomas Leidig

Eine Besonderheit an der Serie des Norddeutschen Rundfunks (NDR) ist, dass nur Schütte den geplanten Ablauf der Sitzungen kennt. Die Schauspieler müssen dann beim Dreh spontan reagieren. In der zweiten Staffel wagen sich unter anderem Alice Dwyer und Peter Simonischek, Laura Tonke und Yannik Heckmann, Elisa Schott und Edin Hasanovic sowie Bjarne Mädel und Aleksandar Jovanovic als Teams auf die Couch von Kranitz.

In der Gefängnisserie „Asbest“ geht es um den 19 Jahre alten Momo (Rapper Xidir), der für ein Verbrechen im Knast gelandet ist, das ihm sein Onkel und seine Cousins in die Schuhe geschoben haben. Dabei wollte Momo eigentlich Profifußballer werden. Sein Kampf gegen die Erpressungsversuche des Onkels und den Wunsch, einer von den Guten zu bleiben, erzählt Regisseur Kida Khodr Ramadan („4 Blocks“) in fünf 45-minütigen Folgen. Dort gibt ihm die Knast-Fußballmannschaft Halt. Die Idee zum Buch kam von Katja Eichinger, die sich dafür von der Fußballmannschaft des Hamburger Gefängnisses Santa Fu inspirieren lassen hat, wie sie am Freitag sagte.

Fußballteam vom Hamburger Knast „Santa Fu“ steht Pate für Gefängnisserie

Dabei hat Ramadan eine beeindruckende Riege von deutschen Schauspielern ins Team geholt. Mit dabei sind unter anderem David Kross, Jasmin Tabatabai, Wotan Wilke Möhring, Frederick Lau, Nicolette Krebitz, Claudia Michelsen, Jan Georg Schütte und Detlev Buck. Die für die ARD eher ungewöhnliche Serie soll Anfang 2023 exklusiv in der ARD-Mediathek abrufbar sein.

Heino Ferch wird im kommenden Jahr in einer sechsteiligen Serie mit dem Arbeitstitel „Die Saat“ zu sehen sein. Für die deutsch-norwegische Produktion stand er gemeinsam mit Ingrid Bolso Berdal vor der Kamera. Es geht um die Suche nach dem vermissten Neffen des deutschen Kommissars (Ferch). Dessen Verschwinden könnte mit der brisanten Übernahme eines Saatgut-Konzerns zu tun haben. Die Serie von Alexander Dierbach soll im zweiten Halbjahr 2023 gezeigt werden.

Ein Teil der aktuellen und kommenden Fernseh-Höhepunkte der ARD werden zudem noch bis zum 8. Oktober auf dem Filmfest Hamburg gezeigt. Darunter sind der Familienfilm „Einfach Nina“ über eine Achtjährige im Körper eines Jungen, das Justizdrama „37 Sekunden“ über die Definition einer Vergewaltigung, das Thriller-Drama „Ein Schritt zum Abgrund“ über einen Fremdgeh-Verdacht mit fatalen Folgen sowie das Coming-of-Age-Drama „Lamia“ über eine junge, algerische Frau zwischen zwei Kulturen und auf der Suche nach sich selbst.

Bildquelle:

  • ardlogo: ARD/ Design
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2 Kommentare im Forum

  1. Genau, bei den ganzen möglichen Ausspielwegen der ARD nehmen die 'Klassiker' nur noch eine sehr, sehr kleine Rolle mehr ein. Nur noch neumodisch zusammengeschusterter Müll :cautious: Vor allem in der Silvesternacht "Eine total, total verrückte Welt". Jahrelang ein Klassiker im 'Ersten Deutschen Fernsehen' zum Jahreswechsel, leider seit ewiger Zeit nicht mehr dort gesehen
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