BBC mit neuem Vorschlag im Gebührenstreit

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Im Streit um die Finanzierung der BBC zieht die Sendeanstalt offenbar in Erwägung, eine bestimmte Änderung der Zahlungsweise der Rundfunkgebühr zu akzeptieren.

Seit Monaten steht Großbritanniens größte öffentlich-rechtliche Sendeanstalt unter Beschuss der Regierung. Nun hat die BBC angedeutet, dass sie eine Änderung des Gebühren-Zahlungsmodells unterstützen könnte, wie Broadband TV News berichtet.

In Großbritannien erwirbt man für den Fernsehempfang eine Lizenz, die jeweils für ein Jahr gilt und jährlich zu erneuern ist. Zum April 2020 wurde der Betrag auf 157,50 Pfund erhöht. Doch die britische Regierung will die Nichtzahlung der Rundfunkabgabe entkriminalisieren (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Als Antwort darauf ziehe die BBC in Erwägung, dass die Gebühr mittelsBreitbandrechnung/ Telefon- und Internetrechnungeingezogen werden könnte.

Die BBC verwies auf Länder mit Modellen, wo Rundfunkgebühren (oder äquivalente Lizenzen) direkt mit allgemeinen Haushaltsrechnungen verbunden seien. So wird sie etwa in Italien über die Stromrechnung erhoben und in Frankreich gemeinsam mit der Wohnabgabe eingezogen. Die Zahlung per Breitbandrechnung sei eine weitere Option, die Großbritannien in Erwägung ziehen könne.

Der Schritt wäre eine wesentliche Änderung für das Vereinigte Königreich, welche die BBC zum jetzigen Zeitpunkt nicht pauschal befürworte. „Es stellt sich jedoch die Frage, ob das derzeitige System nicht sehr viel einfacher, effizienter und automatisierter gestaltet werden könnte,“ zitiert Broadband TV News die BBC. Man sei für Überlegungen in diese Richtung offen.

Gestern war in dem Gebührenstreit eine Konsultationsfrist geendet. Und auch wenn die Sendeanstalt die Frist eingehalten habe, schlägt sie eine zweite Konsultation vor, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Denn die jüngsten Ereignisse – gemeint ist wahrscheinlich die Coronakrise –hätten die Aufmerksamkeit von Regierung, Interessenvertretern und der BBC selbst auf andere Bereiche gelenkt.

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