ARD-Sender vor großer Reform – das blüht WDR und NDR

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Kai Gniffke
Foto: SWR/Paul Gärtner
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Die Reform der ARD-Sender zu ihren TV-Regionalprogrammen wird konkreter. Seit einiger Zeit ist die Frage im Gespräch, ob es aus Effizienzgründen ein gemeinsames Mantelprogramm für die Landes-Programme und dann nur noch zeitweise unterschiedliche Regionalteile geben sollte. Bislang haben alle TV-Regionalprogramme einen eigenständigen Programmablauf. 

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Der neue ARD-Vorsitzende, Kai Gniffke, sagte im Interview der Deutschen Presse-Agentur: „Muss jeder wirklich rund um die Uhr ein eigenes Programm machen? Antwort: Nein. Wir können auch Verbünde schaffen, wo drei, vier oder fünf Sender sagen: Wir einigen uns auf einen gemeinsamen Rahmen und machen darin unsere Regionalfenster.“

Alle ARD-Sender werden laut Gniffke mitmachen

Gniffke, der auch Intendant des Südwestrundfunks (SWR) ist, ergänzte: „Das wird kommen, da bin ich hundertprozentig sicher. Die Bereitschaft haben alle erklärt. Da gibt es immer noch unterschiedliche Ausprägungen. Der eine möchte sein Regionalfenster größer und der andere ein bisschen kleiner, aber wir sind gemeinsam dran.“

Gniffke war es auch gewesen, der die Idee eines Mantelprogramms vor Monaten in einem Interview der Zeitungen der VRM öffentlich geäußert hatte.

Dass die Regionalprogramme – dazu zählen zum Beispiel WDR Fernsehen oder NDR Fernsehen – für das Mantelprogramm das ARD-Gemeinschaftsprogramm Das Erste ausstrahlen, ist offenbar keine Option. Gniffke sagte im dpa-Interview: „Ich will es nicht für alle Zeit ausschließen, aber im Moment fände ich es nicht klug, weil dieses Regionalfenster ein kleines wäre.“

Bildquelle:

  • kai-gniffke: SWR/ Paul Gärtner
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141 Kommentare im Forum

  1. Das Wort "groß" ist mir bei ARD viel zu großmäulig. Raus kommt dann allenfalls ein Reförmchen. Na warten wirs mal ab.....
  2. Alle regionale Fenster auf einem Sender, wie es z.B. Regio TV macht. Alle Inhalte dann noch 24/7 abrufbar. Dann 2 Hauptprogramme und noch Phoenix/Tagesschau 24 als ein Sender. Im Radiobereich nur 1 Sender pro Genre.
  3. Und attraktive Programme wie One und Neo sollen gestrichen werden, die Inhalte dann entweder mit viel Werbung in schlechter Qualität bei den Privaten oder gegen zusätzliche Kosten im Pay-TV laufen? Der Gebührenzahler hätte ausschließlich Nachteile von solchen "Reformen", aber das will die Privatsenderlobby nicht hören, und es gibt genug naive Zeitgenossen, die tatsächlich glauben, dass dann alles besser wird.
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