Bundesliga: TV-Geld wird zunächst nur teilweise ausgezahlt

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Die von der DFL und Sky sowie ARD und ZDF ausgehandelte TV-Geld-Rate für die Bundesliga wird zunächst nur zum Teil ausgeschüttet. Damit soll offenbar auf zwei mögliche Szenarien eingegangen werden.

Die Vereinbarung zwischen den TV-Partnern und der Liga sieht vor, dass erst einmal nur ein Drittel der Summe an die Vereine direkt weitergeleitet wird. Damit sollten die Klubs aber trotzdem zunächst aus dem Gröbsten raus sein.

Die Auszahlungsmodalitäten sind in erster Linie eine Rücksichtnahme auf ARD, ZDF und Sky. Deren Kulanz gegenüber, Zahlungen vorzunehmen, deren Gegenleistung zumindest aktuell noch in den Sternen steht, musste Sorge getragen werden. So werden zwei Drittel des Geldes abhängig von der Austragung der einzelnen Spieltage überwiesen. Denn mindestens bis zum 30. April ist noch überhaupt nicht sicher, wie und ob es mit der Bundesliga weitergehen kann. Erst gegen Ende der Woche wird die Bundesregierung sich voraussichtlich auch dem Thema Fußball in ihren Besprechungen widmen.

Bis dahin hätte es wohl für einige Bundesligisten finanziell auch schon zu spät sein können. Zumindest weist ein Artikel des „Kickers“ darauf hin, dass mindestens ein Verein nicht nur bereits die bis zuletzt noch ausstehende Tranche TV-Geld, sondern auch schon die erste Rate für die nächste Saison verpfändet haben soll.

Auch um solch windigen Finanzgebahren vorzugreifen, wurde die Maßnahme ergriffen, das TV-Geld nun vorerst nur zu einem Drittel direkt an die Klubs auszuschütten. Der Bericht erklärt weiter, dass die DFL derartige Geschäfte in Zukunft auch bei seinen Lizenzvergaben genauer unter die Lupe nehmen möchte. Denn selbst ohne Corona-Krise ist eine solche Finanzierung des Etats – sozusagen „auf Pump“ – nicht auf Dauer tragbar für ein Unternehmen mit Multimillionen-Umsätzen, wie es die allermeisten Bundesligisten mittlerweile sind.

Bildquelle:

  • Endlich – Die Bundesliga startet in die neue Saison_c_DFL Photo Database: © DFL

23 Kommentare im Forum

  1. Vielleicht sollten die Ligen mal darüber nachdenken ob man die Millionen für Transfers nicht besser für schlechte Zeiten zurücklegt und gibt den Spielern nur 3 Millionen pro Jahr. Das wäre aus Sicht des Normalbürgers immer noch deutlich über dem Durchschnitt.
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