SES in wirtschaftlicher Schieflage

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Der luxemburgische Satellitenbauer SES kämpft mit sinkenden Geschäftszahlen. Im Rahmen eines Sozialplans wurden nun umfangreiche Stellenkürzungen angekündigt.

Konkret will SES nach eigenen Angaben einen Teil seiner Regionalbüros schließen. Aber auch der Stammsitz in Betzdorf, Luxemburg, ist Teil des am Freitag publik gewordenen Sozialplans. Von den weltweit insgesamt 2.100 Angestellten des Satellitenbauers werden zwischen zehn und 15 Prozent von den Umstrukturierungen betroffen betroffen sein.

Wie das „Luxemburger Wort“ zu berichten weiß, handele es sich bei den gestrichenen internationalen Niederlassungen um die Standorte in Brüssel, Warschau und Zürich sowie die Dependancen in Großbritannien auf der Isle of Man und in London. Die Aktivitäten der genannten Standorte sollen demnach in den Büros in Kiew, Stockholm, Stockley Park (London), Den Haag und den Stammsitz in Luxemburg verlegt werden.

Im Rahmen der Umstrukturierungen seien darüber hinaus Umschulungen für betroffenes Personal aber auch das Angebot zur freiwilligen Frühverrentungen vorgesehen. Der lokalen Zeitung zufolge sei das Satellitengeschäft innerhalb eines Jahres um 8,5 Prozent zurückgegangen.

SES ist zu rund einem Drittel in staatlicher luxemburgischer Hand und galt lange als Vorzeige-Unternehmen. Nun scheinen stürmische Zeiten anzustehen, in denen das in Mitleid gezogene Geschäfts-Image erst einmal wieder aufpoliert werden muss. Offensichtlich kann dies nicht ohne personelle Einschnitte vonstatten gehen.

Bildquelle:

  • SES-Astra-Satellit-Antenne: © SES

48 Kommentare im Forum

  1. Da wird wohl einiges zusammen gekommen sein. Ich vermute mal: Wegfall vieler SD Programme Immer weniger Sender Flop HD+? Wirtschaftliche Auswirkungen Corona Kaum neue UHD Programme via Astra u. s. w
  2. Die Transponder gehören größtenteils Astra. Die Kosten sind doch nahezu indentisch, ob da wenige oder viele Programme drauf sind. Solange die SD Sender zahlen, wird Astra einen Teufel tun, und die abschalten. HD+ ist die Frage, wie viele Millionen das Projekt jährlich verbrennt.
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