Der Ton macht die Musik

0
39
Anzeige

Klangliche Verbesserungen im Wohnzimmer

Die neue TV-Welt mit HD-Flachmännern an der Wand ist zweifelsohne ein Augenschmaus. Aber kompakte und flache Bauformen bringen nicht in jeder Hinsicht Vorteile mit sich: oft bleibt der gute Ton auf der Strecke. Wir zeigen, wie Sie dennoch in den Genuss exzellenter Klänge kommen.

Umso kompakter die Bauformen von TV-Geräten, umso größer wird die Herausforderung für die Entwickler, dem Fernseher auch einen wohlklingenden Sound zu verpassen. Die Ursachen sind physikalischer Natur: es fehlt schlicht und einfach an ausreichenden Resonanzkörpern im Gerät. Auch High-End-Lautsprechersysteme und elektronische Dynamikverbesserungen können da nur bedingt weiterhelfen. Die meisten integrierten Lautsprecher überzeugen einfach nicht. Hinzu kommt auch der begrenzte Platz im TV-Gerät für ausreichend dimensionierte Endstufen – kurz: ein Hifi-Genuss oder gar guter Raumklang ist in aller Regel von den Flachmännern nicht zu erwarten. Doch zum Glück gibt es im HD-Zeitalter ausreichend Alternativen.

Externe Lautsprecher als Abhilfe

Natürlich ist es theoretisch möglich, dem Sounddilemma mittels extern aufgestellter Lautsprecherboxen entgegenzuwirken. Kleiner Bassreflexboxen oder Satellitensysteme (Hochton-Lautsprecher mit zusätzlichem Subwoofer) schaffen hier Abhilfe. Allerdings bietet kaum ein TV-Hersteller Anschlüsse für externe Lautsprecher an. Das wäre auch bei passiven Klangerzeugern – also Lautsprechern ohne eigenen Verstärker – nicht sinnvoll. Schließlich ist Voraussetzung hierfür, dass unser Flachbildfernseher einen guten Verstärker bereits integriert hat, was aus Platzgründen aber praktisch nicht der Fall ist.
 
Etwas anders sieht es bei Satellitensystemen mit aktivem Subwoofer aus. Hier übernimmt der Verstärker in der Bassbox die Arbeit. Einsteigersysteme, welche eher für den Betrieb am PC konzipiert sind, arbeiten hier mit analogen Toneingängen. Da aber viele Fernseher analogen Ton höchstens über die Kopfhörerbuchse ausgeben, bliebe die Lösung mit einfachen Satellitensystemen (beispielsweise Computerlautsprecher) nur Freaks mit relativ geringen Ansprüchen vorenthalten. Höherwertigere Systeme werden hingegen digital mit dem TV verbunden und liefern in aller Regel schon anständige Soundqualität. In den Genuss von Raumklang kommen Sie aber nur, wenn auch entsprechende Raumklang-Systeme mit Dolby-Digital 5.1 genutzt werden.

Dolby Digital

Während sich der digitiale Ton bei den Bluray‘ s mit Dolby True HD oder DTS HD schon weiterentwickelt hat, spielen diese Hightech-Formate bei der TV-Übertragung noch keine Rolle. Im Falle von SD-Fernsehsendern hat sich 2-Kanal-Ton in MPEG-2 sowie hochwertiger Dolby-Digital-Ton etabliert. Letzterer ist bei der Ausstrahlung in HD auch in den Spezifikationen hinterlegt. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass alle HD-Stationen einen satten Raumklang ausstrahlen. Denn auch bei Dolby Digital gibt es natürlich den üblichen 2-Kanal-Ton – also normales Stereo.
 
Doch das digital komprimierte Tonformat kann deutlich mehr. Sicher ist Ihnen in diesem Zusammenhang auch schon einmal der Begriff 5.1 aufgefallen. Dolby Digital 5.1 meint dabei nichts anderes, als das ein Raumlangton mit maximal 6 Tonspuren ausgestrahlt wird. Zum einen natürlich an die beiden Frontlautsprecher, die auch beim normalen Stereo versorgt werden. Hinzu kommt ein sogenannter Centerlautsprecher, der vor allem für Dialoge beim Kinofilm zuständig ist. Schließlich sorgen zwei Effektlautsprecher im Rücken des Fernsehzuschauers für die passende Raumklang-Geräuschkulisse.
 
Insgesamt also 5 Lautsprecher für die 5 Tonspuren. Die Eins nach dem Punkt steht für einen Subwoofer, der schließlich für einen kräftigen Bass verantwortlich ist und für das typische Dröhnen im Heimkino sorgt. Mit dieser Lautsprecherkonfiguration sind schon die wichtigsten Schritte für einen kräftigen und überzeugenden Raumton getan.

Kommentare im Forum